Lektüren im Unterricht: Süskind - Das Parfum

Literatur fertig für den Unterricht aufbereitet

Blick ins Material

Lektüren im Unterricht: Süskind - Das Parfum

Literatur fertig für den Unterricht aufbereitet

Typ:
Arbeitsblätter / Unterrichtseinheit
Umfang:
81 Seiten (0,9 MB)
Verlag:
School-Scout
Auflage:
(2015)
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

“Lektüren im Unterricht” gibt Ihnen alle notwendigen Unterrichtshilfen und Arbeitsblätter an die Hand, um Patrick Süskinds Roman “Das Parfum” im Unterricht zu erarbeiten und Ihre Schülerinnen und Schüler so bestmöglich auf die zentralen Abiturprüfungen vorzubereiten. Im Fokus steht dabei die möglichst selbstorganisierte Erarbeitung der Lektüre.

Das Material bietet umfangreiche und didaktisch aufbereitete Arbeitsblätter sowie Kopiervorlagen für den direkten Einsatz in verschiedenen Phasen der Lektürearbeit. Ein strukturierter und differenzierter Leseprozess wird dadurch angeleitet, die weitere Bearbeitung im Unterricht maßgeblich erleichtert. Aufgaben zur Interpretation leiten gezielt bei der Erarbeitung des Werkes an, die durch eine genaue Inhaltsangabe sowie tiefergehende Charakterisierungen unterstützt wird. Arbeitsblätter zur Leistungsüberprüfung sowie eine abschließende Klausur mit Erwartungshorizont und ausführlicher Musterlösung können zur Klausurvorbereitung sowie zur Selbstüberprüfung herangezogen werden.

Als Patrick Süskinds postmoderner Roman “Das Parfum” im Jahr 1985 erscheint, überhäufen ihn die Kritiker mit Lob. Zu Recht, wie die Verkaufszahlen belegen: Das Werk gehört zu den bestverkauften Büchern der neueren deutschsprachigen Literatur seit den 1980er Jahren. Es wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und hatte sich bereits Anfang der 90er Jahre weltweit über 6 Millionen Mal verkauft und als sogenannter “Longseller” verkauft es sich immer noch.

Inhalt:

  • Didaktische Hintergrundinformationen
  • Zusammenfassung, Textanalyse & Interpretation
  • Charakterisierung der Hauptpersonen (Jean-Baptiste Grenouille, Grenouilles Mutter, Madame Gaillard, Grimal, Baldini, Taillade Espinasse, Richis)
  • Arbeitsblätter zur Erarbeitung der Lektüre im Unterricht (Aufbau, Form, Personenkonstellation, Sprache & Inhalt von “Das Parfum”)
  • Kompaktes Prüfungswissen in Frage und Antwort
  • Anregungen & Hinweise zur Erstellung von Klausuren
  • Direkt einsetzbare Klausur (Bedeutung des ersten menschlichen Duftes, Mord an Laure Richis)

Textauszug:

Vorwort

Der Roman behandelt das Leben von Jean-Baptiste Grenouille, der in Paris an einem Fischstand geboren wird. Seine Mutter wird kurz darauf gehenkt, woraufhin er eine Kindheit ohne Liebe und feste Bezugsperson durchlebt. Grenouille fehlt der Eigengeruch eines Menschen, dafür hat er jedoch einen herausragenden Geruchsinn. Nach dem ersten Mord an einem jungfräulichen Mädchen erkennt er den Unterschied zwischen guten und schlechten Gerüchen sowie das Gesetz ihrer perfekten Komposition, so dass er beschließt, Parfümeur zu werden. Sein Ziel ist es, ein Parfum zu erschaffen, das seinen fehlenden Eigengeruch ersetzen und die Liebe seiner Mitmenschen auf ihn lenken soll. Nachdem er in Grasse die nötigen Techniken der Duftgewinnung erlernt hat, ermordet er zu diesem Zweck fünfundzwanzig Jungfrauen. Die Wirkung seines Duftes ist dann letztlich wirklich so betörend, dass die Menschen ihn blind lieben. Doch Grenouille kann damit nichts anfangen und sieht seinen Plan gescheitert. Er kehrt nach Paris zurück, wo er sich mit dem Parfum übergießt. Von den umstehenden Menschen wird er im Rausch dieses Duftes zerrissen und verschlungen.

Ein Werk der Postmoderne

Mit dem Begriff der „Postmoderne“ werden Strömungen in der Literatur ab den 1980er Jahren bezeichnet, die sich von der Literatur der Moderne absetzen, zu der z.B. der Dadaismus gehört. Die Moderne zeichnet sich durch das Streben aus, die Literatur zu erneuern: Die Autoren experimentieren mit neuen Formen des Ausdrucks. Technische und naturwissenschaftliche Fortschritte lassen alte Weltbilder aufbrechen, bisherige Wertesysteme uneindeutig werden. Ebenso wird in der Literatur mit bisher üblichen Strategien des Erzählens und dem ästhetischen Verständnis gebrochen. Von dieser Strömung setzen sich postmoderne Autoren wie Patrick Süskind ab: In seinem Roman Das Parfum kehrt er zur traditionellen Erzählweise zurück und verleiht dem Roman eine spannende Handlung, wie es auch vor der Moderne üblich war. Jedoch kehrt Süskind dabei – ebenfalls typisch für die Postmoderne – nicht zu den geschlossenen Weltbildern und der Moral der Vormoderne zurück. Wie es für die Postmoderne kennzeichnend ist, ist der Roman zudem geprägt durch Intertextualität: Ständig werden Prätexte eingeflochten, häufig dabei parodiert. Der Anspruch auf Originalität, der in der Moderne noch vorherrschend war, wird somit aufgegeben: Ein Text ist immer auch ein Rückgriff auf andere Texte und damit nie völlig originell.

Erzählinstanz

Die Geschichte wird weitgehend einsträngig chronologisch erzählt. Ein auktorialer Erzähler führt den Leser durch die duftende und stinkende Welt des 18. Jahrhunderts in Frankreich, wobei er sich teils auch mit ironischem Tonfall direkt an die Leser wendet. Es kommt dabei mitunter zu Illusionsbrüchen, an denen das Geschriebene als Geschriebenes entlarvt wird (ein Beispiel hierfür bietet der folgende Satz: „Was wir hier der Verständlichkeit halber in ordentlicher indirekter Rede wiedergeben, war in Wirklichkeit ein halbstündiger, von vielen Hustern und Keuchern und Atemnöten unterbrochener blubbernder Wortausbruch, den Grenouille mit Gezittre und Gefuchtle und Augenrollen untermalte“, S. 188).

Der Erzählerbericht dominiert im Verlauf des Romans, wobei der Leser auch Inneneinsichten in die Figuren erhält. Verschiedene Formen der Figurenrede kommen ebenso immer wieder vor, auf innere Monologe wird jedoch weitgehend verzichtet. Es fließen viele Prätexte in die Erzählung mit ein, der Roman ist, wie bereits angeklungen, gekennzeichnet durch Intertextualität; so wird z.B. auf die Bibel verwiesen, wenn Grenouille auf dem Plomb du Cantal seine Duftwelten erschafft (vgl. S. 161ff.).

Eine Besonderheit im Erzählverlauf des Romans stellt die Unterhaltung zwischen Baldini und Chénier dar (vgl. S. 63f.), während der der Erzähler vollständig hinter den Dialog der Figuren zurücktritt, wie man es sonst nur aus dramatischen Texten kennt. Es handelt sich bei dieser Passage um eine autonome Figurenrede, das Verhältnis zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit kommt zur Deckung.

Genres

Süskind spielt in seinem vordergründig historischen Roman mit verschiedenen Genres: Der Untertitel des Romans („Die Geschichte eines Mörders“) sowie Grenouilles Morde im Verlauf der Erzählung verweisen auf das Genre des Kriminalromans, ebenso sind durch die Schönheit und Nacktheit seiner Opfer Elemente der erotischen Literatur enthalten, die auch durch das Titelbild des Romans wachgerufen werden. Auch lässt sich der Roman als Künstlerroman betrachten, in dem das schöpferische Genie abseits der Gesellschaft steht. Weiterhin kann Das Parfum als ein Reiseroman beschrieben werden, ebenso wie als Entwicklungsroman, der das Leben Grenouilles verfolgt. Durch Grenouilles Fähigkeiten finden sich weiterhin fantastische Elemente sowie das Genre des Horrors im Roman wieder.

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Material-Nr.: 63185

Aus der Reihe Lektüren im Unterricht - Oberstufe und Abitur

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