Lektüren im Unterricht: Büchner - Woyzeck

Literatur fertig für den Unterricht aufbereitet

Blick ins Material

Lektüren im Unterricht: Büchner - Woyzeck

Literatur fertig für den Unterricht aufbereitet

  • Abitur Hessen 2021
  • Abitur Hessen 2022
Typ:
Arbeitsblätter / Unterrichtseinheit
Umfang:
121 Seiten (1,2 MB)
Verlag:
School-Scout
Auflage:
2 / 2014
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

“Lektüren im Unterricht” gibt Ihnen alle notwendigen Unterrichtshilfen und Arbeitsblätter an die Hand, um Georg Büchners Dramenfragment “Woyzeck” im Unterricht zu erarbeiten und Ihre Schülerinnen und Schüler so bestmöglich auf die zentralen Abiturprüfungen vorzubereiten. Im Fokus steht dabei die möglichst selbstorganisierte Erarbeitung der Lektüre.

Das Material bietet umfangreiche und didaktisch aufbereitete Arbeitsblätter sowie Kopiervorlagen für den direkten Einsatz in verschiedenen Phasen der Lektürearbeit. Ein strukturierter und differenzierter Leseprozess wird dadurch angeleitet, die weitere Bearbeitung im Unterricht maßgeblich erleichtert. Aufgaben zur Interpretation leiten gezielt bei der Erarbeitung des Werkes an, die durch eine genaue Inhaltsangabe sowie tiefergehende Charakterisierungen unterstützt wird. Arbeitsblätter zur Leistungsüberprüfung sowie eine abschließende Klausur mit Erwartungshorizont und ausführlicher Musterlösung können zur Klausurvorbereitung sowie zur Selbstüberprüfung herangezogen werden.

Der Titel befasst sich mit Georg Büchners Fragment Woyzeck, welches 1836 bereits wichtige Charakteristika des späteren Naturalismus aufwies. Dieses Werk ist damit nicht nur seiner Zeit voraus, sondern gehört auch über die Sprachgrenzen hinweg mit zu den einflussreichsten Stücken, welche die deutsche Literatur kennt.

Inhalt:

  • Didaktische Hintergrundinformationen
  • Zusammenfassung, Textanalyse & Interpretation
  • Charakterisierung der Hauptpersonen (Woyzeck, Marie, Tambourmajor)
  • Arbeitsblätter zur Erarbeitung der Lektüre im Unterricht (Form und Wirkung des Dramas / Woyzeck und die Gesellschaft)
  • Kompaktes Prüfungswissen in Frage und Antwort
  • Anregungen & Hinweise zur Erstellung von Klausuren
  • Direkt einsetzbare Klausur (Figurenbeziehung – Der Mord an Marie in Szene 20)

Textauszug:

Vorwort

Das vorliegende Material thematisiert Georg Büchners Drama „Woyzeck“, das – bedingt durch den frühen Tod des Autors – leider immer ein Fragment bleiben muss. So stehen die kurzen Szenen oft zusammenhangslos nebeneinander. Und dennoch – oder gerade deshalb? – zählt Woyzeck zu den Klassikern der deutschen Literatur.

Büchners „Woyzeck“ bietet sich gleich in vielerlei Hinsicht als Schullektüre an: Zum einen lässt sich der geringe Umfang des Werkes von jedem Schüler gut bewältigen und ermöglicht eine textnahe Interpretation im Unterricht. Außerdem ist die sprachliche Gestaltung von Schülern leichter zu durchdringen als bei manchem Klassiker von Goethe oder Schiller. Darüber hinaus geht es um schülernahe Themen wie Liebe und Eifersucht.

Die Lektüre besticht außerdem durch interessante und vielschichtige Figuren und liefert vielfältige Möglichkeiten zur Wiederholung der gattungstypischen Merkmale. So ist die literaturtheoretische Diskussion darüber, ob Büchners Woyzeck ein geschlossenes oder ein offenes Drama sei, für die Schüler gut nachzuvollziehen. Dies kann durch den geringen Umfang des Werkes sehr textnah im Unterricht geschehen.

Büchners „Woyzeck“: Eigenart, Probleme, Chancen

Ein historischer Mordfall wird zum Klassiker der Literatur

Im Juni 1821 ersticht Johann Christian Woyzeck aus Eifersucht seine Geliebte. Ein Mord, der nicht unbedingt Eingang in die Geschichtsbücher findet – wohl aber in die Literaturgeschichte eingehen wird, denn etwa ein Jahrzehnt später verfasst der gerade einmal 23 Jahre alte Georg Büchner die Dramenszenen des Woyzeck, die – bedingt durch den frühen Tod des Autors -Fragment bleiben. Woyzeck zählt inzwischen zu den Klassikern der deutschen Literatur. Dieses Werk Büchners bietet sich gleich in vielerlei Hinsicht als Schullektüre an!

Chancen im Zugang durch Umfang, Sprache und Handlung

Der geringe Umfang des Werkes lässt sich von jedem Schüler gut bewältigen und ermöglicht eine textnahe Interpretation im Unterricht. Die Sprache ist klar und leicht verständlich, die Handlung fassbar und ohne viel Hintergrundwissen zu versehen. Dazu kommt, dass sie auch vielfältige Momente der Spannung enthält, die zusätzliches Interesse auslösen können – immerhin geht es hier um Liebe und Eifersucht, Selbst- und Fremdbestimmung, Themen, die Jugendliche besonders interessieren.

Hochaktuelle Fragen und Themen

Die angesprochenen Themenkomplexe um Individuum und Gesellschaft, Eifersucht und Gewalt sind auch für heutige Schüler keine abstrakten Gebilde und so erleichtert das Stück schon über seinen Inhalt den Einstieg. Je tiefer man in den Kern des Stücks dringt, desto weitreichender und komplexer werden die Hintergründe hinter der Schilderung des Mordfalls: Woyzeck ermöglicht den Schülern die anschaulich-konkrete Auseinandersetzung mit ideengeschichtlichen Strömungen wie Determinismus, Nihilismus, Realismus und Idealismus. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Zuordnung Büchners zu einer Epoche. Dabei wird deutlich, dass im Fall Büchners die Epoche nicht nur als zeitliche Eingrenzung, sondern vor allem als Geisteshaltung gesehen werden kann.

Literaturtheorie ganz praktisch nachvollziehen

Neben der vielschichtigen Thematik, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt, ist Büchners Woyzeck sicher ein ganz besonderes Werk, was seinen Aufbau betrifft. Keine Spur von klassischen Einheiten oder von einer pyramidalen Dramenstruktur – im Gegenteil: Mit Woyzeck können die Schüler die Theorie des offenen Dramas besonders plastisch nachvollziehen.

Die verschiedenen Versionen, je nach Handschrift, zu vergleichen, ist für die Schüler eine vermutlich neue Herangehensweise an Literatur. Auch die in den dramatischen Text eingewobenen Märchen und Lieder bieten die Möglichkeit, diese literarischen Formen genauer zu untersuchen.

Komplette Vorab- oder sukzessive Lektüre

Im Vorfeld sollte vom Lehrer entschieden und klar formuliert werden, ob das Stück als Ganzes vor der Besprechung im Unterricht gelesen werden soll oder ob es schrittweise (beispielsweise szenenweise) gelesen wird. Die erstgenannte Möglichkeit fordert die Schüler zunächst, führt aber zu einer tiefergehenden, differenzierten Besprechung im Unterricht. Es sollte dabei darauf geachtet werden, dass der Inhalt immer zwischendurch wiederholt wird, bevor näher auf einzelne Aspekte oder Szenen eingegangen wird, denn es ist nicht davon auszugehen, dass alle Schüler alles im Prozess des eigenständigen Lesens verstehen.

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