Lyrik der Romantik - Unterrichtsmappe

Gesammelte Unterrichtsbausteine

Blick ins Material

Lyrik der Romantik - Unterrichtsmappe

Gesammelte Unterrichtsbausteine

Typ:
Interpretation / Unterrichtseinheit
Umfang:
96 Seiten (3,0 MB)
Verlag:
School-Scout
Autor:
Grosser, Katie / Robben, Friedhelm (Hrsg)
Auflage:
(2014)
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

Diese Lyriksammlung behandelt herausragende Gedichte, die sich der Epoche der Romantik beschäftigen. Sie bietet Einführungen in die Epoche und allgemein in die Analyse von Gedichten, Steckbriefe zu den behandelten Autoren, Arbeitsblätter, eine Übersicht über die wichtigsten rhetorischen Mittel und ein abschließendes Quiz. Sämtliche Elemente lassen sich ausdrucken und direkt im Unterricht einsetzen. Natürlich gibt es zu allen Aufgaben auch Musterlösungen.

Einzelne Abschnitte sind dabei auch für die Nach- und Vorbereitung zu Hause geeignet. Der modulare Aufbau mit kleinschrittigen Arbeitsblättern dient besonders der Binnendifferenzierung. Kreativaufgaben sorgen für zusätzliche Vertiefung und ermöglichen verschiedene Formen der Freiarbeit. Formulare und ein Kompetenzcheck unterstützen die eigenständige Erarbeitung der Werke, selbst wenn sie den Schülerinnen und Schülern Schwierigkeiten bereiten.

Inhalt:

  • Vorwort und Didaktische Hinweise
  • Überblick über die Epoche der Romantik
  • Einführung: Was ist ein Gedicht?
  • Verlaufsplan möglicher Unterrichtsstunden
  • Hintergrundinformationen zu den Autoren
  • Ausführliche Interpretationen
  • Arbeitsblätter mit Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung
  • Vertiefungsaufgaben
  • Quiz
  • Lösungen
  • Kompetenzcheck & Analyseformular
  • Übersicht: Rhetorische Mittel

Behandelte Gedichte:

  • Clemens Brentano: “Der Spinnerin Nachtlied”
  • Annette von Droste-Hülshoff: “Der Knabe im Moor”
  • Joseph von Eichendorff: “Heimweh”
  • Joseph Eichendorff: “Mondnacht”
  • Karoline von Günderode: “Der Kuss im Träume”
  • Karoline von Günderode: “Die eine Klage”
  • Heinrich Heine: “Abenddämmerung”
  • August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: “Sehnsucht nach dem Frühling”
  • Eduard Mörike: “Das verlassene Mägdlein”
  • Ludwig Tieck: “Andacht”
  • Ludwig Uhland: “Frühlingsglaube”

Textauszug:

Einführendes Vorwort

Was ist Romantik? Mit Novalis ist sie „nichts als qualitatives potenzieren“. Ganz pragmatisch: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, romantisiere ich es.“ Das Gemeine, Krude, Gewöhnliche wird mit dem Sinn für Unendlichkeit aufgewertet. Wo wir sonst nur bloßes Dasein sehen, gibt die Dunkelheit der Vorstellungskraft Flügel. Romantik stemmt sich einer mit der Rationalisierung und später Industrialisierung anbrechenden Verendlichung der Welt entgegen – sie tritt mit der Moderne auf als Tochter der Aufklärung.

Deshalb ist sie Zeitgenossen von Anfang an als Abwehrreaktion verdächtig oder wird gar als krankhaft verleumdet. Sie führte dabei viele ihrer Vertreter und schon ihre geistigen Väter in die Vereinsamung. Die Menschenwelt der Vorschriften, der Maschinerie und Märkte wollte und will sich kein geheimnisvolles Ansehen geben lassen, nicht mal ein unheimliches – sie erscheint banal, unmenschlich, unromantisch.

„Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt“ – so der Gegenentwurf. Romantik ist in ihrem Wesen gerade deshalb von hoffnungsloser Weltfremdheit und Vereinsamung gekennzeichnet – sie strebt in die Nacht, in das Dunkel und die Tiefe. Jede Bewegung geht vom Zuwider aus. Gleichzeitig prägt die Romantik eine hoffnungsvolle Weltumarmung, die Einheitssehnsucht um die Zersplitterung der Moderne zu überwinden, das verlorene Paradies wiederzuentdecken. Was als Konkretes, als Gegenüber so abstoßend und zurückweisend empfunden wird, gewinnt gerade unter dem Schleier der Ferne, Allgemeinheit und Endzeiterwartung an Wert, Schönheit. Wo man den Menschen nicht lieben kann, entdeckt man die Menschengemeinschaft. Wo das Sterbliche bedrohlich wirkt, lockt Thanatos, der Tod, die Ruhe selbst. Man schwingt zwischen den Extremen. Exemplarisch hierfür tritt abermals Novalis auf. Die heftigsten Gefühle für seine, nach kurzer Ehe verstorbene Frau empfindet er am Grabe. Jahrelang besucht er es fast täglich. Eine ferne, ideale Liebe, die er diesseitig so nicht mehr finden wird. Er schwärmt für die andere Seite. Diese typische Schwärmerei treibt dabei oft radikale Blüten. Man denke an Nietzsche. Die Romantik liebäugelt mit den Extremen, mit heutigem Vokabular könnte man vielen Romantikern Extremismus unterstellen.

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Material-Nr.: 58706

Aus der Reihe Unterrichtsbausteine für Ihren Deutschunterricht

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