Michael Gerard Bauer "Nennt mich nicht Ismael!"

Analyse der Figurenkonzeption und Figuren konstellation

Blick ins Material

Michael Gerard Bauer "Nennt mich nicht Ismael!"

Analyse der Figurenkonzeption und Figuren konstellation

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
41 Seiten (17,2 MB)
Verlag:
RAABE Fachverlag für die Schule
Auflage:
(2014)
Fächer:
Deutsch
Klassen:
7-8
Schultyp:
Gymnasium

Der vierzehnjährige Ismael hat eigentlich nicht viel zu lachen, denn er wird in der Schule vom Klassentyrannen Barry Bagsley aufgrund seines Namens gemobbt. Dennoch erzählt er auf humorvolle und bildhafte Art und Weise von seinen Erlebnissen und zieht damit den Leser von Beginn an in den Bann. Und tatsächlich gelingt Ismael am Ende der Sieg über Barry – durch Sprache!

Ihre Schülerinnen und Schüler charaktisieren die sympathische Hauptfigur, untersuchen Ismaels Erzählhaltung und interpretieren sprachliche Bilder. Im Verlauf der Einheit erstellen sie zudem sukzessive eine Wandzeitung zu den Hauptfiguren des Romans. Dabei visualisieren sie ihre neue gewonnen Erkenntnisse und wiederholen das Gelernte. Mit einer Anleitung für die Erstellung eines Zeilometers.

Klasse: 7/8

Dauer: 10 – 13 Stunden + Leistungskontrolle

Ziele der Reihe / Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler
  • schulen ihre Lesekompetenz, indem sie den Roman als Ganzes lesen und sich intensiv mit ausgewählten Textstellen auseinandersetzen;
  • erweitern ihre Fachkompetenz, indem sie die Erzählhaltung des Ich-Erzählers untersuchen;
  • schulen ihre Schreibkompetenz, indem sie eine Charakterisierung anfertigen;
  • erweitern ihre analytische Kompetenz, indem sie sprachliche Bilder erkennen und deuten;
  • üben kooperatives Lernen, indem sie Inhalte im Lerntempoduett präsentieren und in Partnerarbeit Aufgaben bearbeiten.

Die Behandlung von Jugendliteratur ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Deutschunterrichts: Sie fördert nicht nur die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler, sondern liefert durch die Auseinandersetzung mit moralischen Fragen auch einen wichtigen Beitrag zur Identitätsentwicklung. Dennoch ist es bei der Lektürewahl für den Deutschunterricht wichtig, dass die literarästhetische Dimension nicht zugunsten der Veranschaulichung von sozialen Problemen außer Acht gelassen wird.

Michael Gerard Bauers Jugendroman „Nennt mich nicht Ismael!“ vereint beide Aspekte: Zum einen bietet der Roman durch die Themen „Mobbing“, „Zivilcourage“, „Identitätsfindung“ und „erste Liebe“ vielfältige Anknüpfungspunkte für Jugendliche. Zum anderen ist der Text ästhetisch reizvoll und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen altersgemäßen Zugang zur Interpretation sprachlicher Bilder sowie zum Phänomen der Intertextualität.

Aufbau der Unterrichtsreihe:

Als Einstieg in die Unterrichtsreihe betrachten die Schülerinnen und Schüler das Titelbild und die Umschlaginnenseiten des Romans. Dadurch bauen sie Leseerwartungen auf und erhalten erste Einblicke in die Figurenkonstellation. Danach lesen sie das erste Kapitel von „Nennt mich nicht Ismael!“. Sie beginnen mit der Erstellung einer Wandzeitung zu den Hauptfiguren des Romans. Diese ergänzen sie sukzessive im Laufe der Einheit (für weitere Hinweise zur Wandzeitung siehe „Methodische Schwerpunkte“). Sie fertigen außerdem ein Zeilometer an, das ihnen die weitere Arbeit mit dem Roman erleichtert.

Danach steht die Erzählweise des Romans im Zentrum: Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Ismaels humorvolle Erzählhaltung und erkennen die Funktion der intertextuellen Bezüge zu „Moby Dick“. Darüber hinaus setzen sie sich mit sprachlichen Bildern im Text auseinander.

Anschließend untersuchen die Schülerinnen und Schüler anhand ausgewählter Textstellen das Verhältnis zwischen Barry und Ismael. Sie erkennen, dass Barry Bagsley in den ersten vier Teilen des Romans gemein und rücksichtslos auftritt und Ismael stets überlegen ist.

Mithilfe eines Methodenkastens verfassen die Schülerinnen und Schüler eine Charakterisierung Ismaels. In einer Schreibkonferenz evaluieren sie gegenseitig ihre Texte. In der folgenden Freiarbeitsphase wählen die Schülerinnen und Schüler zwischen unterschiedlichen, überwiegend produktionsorientierten Aufgaben, um die zentralen Themen „Mobbing“ und „Macht der Sprache“ zu erschließen: Die szenische Umsetzung eines Wortgefechts, die zeichnerische Ausgestaltung eines Streiches oder die Rekonstruktion eines Rugby-Spiels ermöglichen hier eine Differenzierung nach Interessen. Als Abschluss der Reihe untersuchen die Schülerinnen und Schüler Ismaels Racheplan. Sie lernen eine neue Facette von Barry Bagsley kennen, der auf einmal Angst zeigt. Sie stellen seine Veränderung grafisch dar.

Verlaufsübersicht:
  • Stunden 1/2: Wer ist Ismael? – Der Buchumschlag und das erste Kapitel
  • Stunden 3/4: Wie Ismael zu seinem Namen kam – Humor und Intertextualität
  • Stunde 5: Erzfeinde – das Verhältnis zwischen Ismael und Barry
  • Stunden 6/7: Ismael beweist Mut – Gefühle in sprachlichen Bildern
  • Stunden 8–10: Scobies Aufstieg – Freiarbeit zum zweiten Teil des Romans
  • Stunde 11: „Ich will, dass er richtig büßt“ – die Gründe für Ismaels Rachewunsch
  • Stunden 12/13: Der Riss in der Fassade – Barrys Gefühle untersuchen

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Material-Nr.: 59340

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