Abitur Deutsch Hessen 2022 + 2023 - Grundkurs

Paket: Inhaltsfelder - Abitur Hessen 2022 und 2023

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Abitur Deutsch Hessen 2022 + 2023 - Grundkurs

Paket: Inhaltsfelder - Abitur Hessen 2022 und 2023

Typ:
Download-Paket
Verlag:
School-Scout
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

Materialien zur Vorbereitung Deutsch für das Zentralabitur 2022 und 2023 in Hessen im günstigen Paket. Es enthält Unterrichtshilfen zu zentralen Themen, Lektüren und Kompetenzen, die im Grundkurs bis zum Abitur Pflicht sind.

Darunter etwa aus unserer Serie “Lektüren im Unterricht” obligatorische Abiturlektüren sowie umfassende Unterrichtsmappen zur Lyrik der Romantik und des Expressionismus.

Inhalt:
  • Lektüren im Unterricht: Johann Wolfgang von Goethe – Faust I
  • Lektüren im Unterricht: Georg Büchner – Woyzeck
  • Lektüren im Unterricht: E.T.A. Hoffmann – Der Sandmann
  • Lyrik der Romantik – Unterrichtsmappe
  • Lyrik des Expressionismus – Unterrichtsmappe

Ihr zusätzlicher Vorteil: Mit dem Paket erhalten Sie die verschiedenen Titel nicht nur gebündelt in einem Download, sondern zusätzlich auch noch besonders günstig!

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Material-Nr.: 77177
enthält 5 Einzelmaterialien im Gesamtwert von 64,95 Euro!

Dieses Materialpaket enthält 5 Einzelmaterialien im Gesamtwert von 64,95 Euro:

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Typ Nr Titel Seiten Preis
46176 Lektüren im Unterricht: Büchner - Woyzeck
  • Didaktische Hintergrundinformationen
  • Zusammenfassung, Textanalyse & Interpretation
  • Charakterisierung der Hauptpersonen (Woyzeck, Marie, Tambourmajor)
  • Arbeitsblätter zur Erarbeitung der Lektüre im Unterricht (Form und Wirkung des Dramas / Woyzeck und die Gesellschaft)
  • Kompaktes Prüfungswissen in Frage und Antwort
  • Anregungen & Hinweise zur Erstellung von Klausuren
  • Direkt einsetzbare Klausur (Figurenbeziehung – Der Mord an Marie in Szene 20)

Textauszug:

Vorwort

Das vorliegende Material thematisiert Georg Büchners Drama „Woyzeck“, das – bedingt durch den frühen Tod des Autors – leider immer ein Fragment bleiben muss. So stehen die kurzen Szenen oft zusammenhangslos nebeneinander. Und dennoch – oder gerade deshalb? – zählt Woyzeck zu den Klassikern der deutschen Literatur.

Büchners „Woyzeck“ bietet sich gleich in vielerlei Hinsicht als Schullektüre an: Zum einen lässt sich der geringe Umfang des Werkes von jedem Schüler gut bewältigen und ermöglicht eine textnahe Interpretation im Unterricht. Außerdem ist die sprachliche Gestaltung von Schülern leichter zu durchdringen als bei manchem Klassiker von Goethe oder Schiller. Darüber hinaus geht es um schülernahe Themen wie Liebe und Eifersucht.

Die Lektüre besticht außerdem durch interessante und vielschichtige Figuren und liefert vielfältige Möglichkeiten zur Wiederholung der gattungstypischen Merkmale. So ist die literaturtheoretische Diskussion darüber, ob Büchners Woyzeck ein geschlossenes oder ein offenes Drama sei, für die Schüler gut nachzuvollziehen. Dies kann durch den geringen Umfang des Werkes sehr textnah im Unterricht geschehen.

Büchners „Woyzeck“: Eigenart, Probleme, Chancen

Ein historischer Mordfall wird zum Klassiker der Literatur

Im Juni 1821 ersticht Johann Christian Woyzeck aus Eifersucht seine Geliebte. Ein Mord, der nicht unbedingt Eingang in die Geschichtsbücher findet – wohl aber in die Literaturgeschichte eingehen wird, denn etwa ein Jahrzehnt später verfasst der gerade einmal 23 Jahre alte Georg Büchner die Dramenszenen des Woyzeck, die – bedingt durch den frühen Tod des Autors -Fragment bleiben. Woyzeck zählt inzwischen zu den Klassikern der deutschen Literatur. Dieses Werk Büchners bietet sich gleich in vielerlei Hinsicht als Schullektüre an!

Chancen im Zugang durch Umfang, Sprache und Handlung

Der geringe Umfang des Werkes lässt sich von jedem Schüler gut bewältigen und ermöglicht eine textnahe Interpretation im Unterricht. Die Sprache ist klar und leicht verständlich, die Handlung fassbar und ohne viel Hintergrundwissen zu versehen. Dazu kommt, dass sie auch vielfältige Momente der Spannung enthält, die zusätzliches Interesse auslösen können – immerhin geht es hier um Liebe und Eifersucht, Selbst- und Fremdbestimmung, Themen, die Jugendliche besonders interessieren.

Hochaktuelle Fragen und Themen

Die angesprochenen Themenkomplexe um Individuum und Gesellschaft, Eifersucht und Gewalt sind auch für heutige Schüler keine abstrakten Gebilde und so erleichtert das Stück schon über seinen Inhalt den Einstieg. Je tiefer man in den Kern des Stücks dringt, desto weitreichender und komplexer werden die Hintergründe hinter der Schilderung des Mordfalls: Woyzeck ermöglicht den Schülern die anschaulich-konkrete Auseinandersetzung mit ideengeschichtlichen Strömungen wie Determinismus, Nihilismus, Realismus und Idealismus. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Zuordnung Büchners zu einer Epoche. Dabei wird deutlich, dass im Fall Büchners die Epoche nicht nur als zeitliche Eingrenzung, sondern vor allem als Geisteshaltung gesehen werden kann.

Literaturtheorie ganz praktisch nachvollziehen

Neben der vielschichtigen Thematik, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt, ist Büchners Woyzeck sicher ein ganz besonderes Werk, was seinen Aufbau betrifft. Keine Spur von klassischen Einheiten oder von einer pyramidalen Dramenstruktur – im Gegenteil: Mit Woyzeck können die Schüler die Theorie des offenen Dramas besonders plastisch nachvollziehen.

Die verschiedenen Versionen, je nach Handschrift, zu vergleichen, ist für die Schüler eine vermutlich neue Herangehensweise an Literatur. Auch die in den dramatischen Text eingewobenen Märchen und Lieder bieten die Möglichkeit, diese literarischen Formen genauer zu untersuchen.

Komplette Vorab- oder sukzessive Lektüre

Im Vorfeld sollte vom Lehrer entschieden und klar formuliert werden, ob das Stück als Ganzes vor der Besprechung im Unterricht gelesen werden soll oder ob es schrittweise (beispielsweise szenenweise) gelesen wird. Die erstgenannte Möglichkeit fordert die Schüler zunächst, führt aber zu einer tiefergehenden, differenzierten Besprechung im Unterricht. Es sollte dabei darauf geachtet werden, dass der Inhalt immer zwischendurch wiederholt wird, bevor näher auf einzelne Aspekte oder Szenen eingegangen wird, denn es ist nicht davon auszugehen, dass alle Schüler alles im Prozess des eigenständigen Lesens verstehen.

121 ab € 12,99
55951 Lyrik des Expressionismus - Unterrichtsmappe
  • Didaktische Hinweise
  • Einführung: Was ist ein Gedicht?
  • Der Expressionismus
  • Verlaufsplan einer möglichen Unterrichtsstunde
  • Hintergrundinformationen zu den Autoren
  • Ausführliche Interpretationen
  • Arbeitsblätter mit Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung
  • Vertiefungsaufgaben
  • Quiz
  • Lösungen
  • Übersicht: Rhetorische Mittel
  • Formblatt: Formale Analyse
  • Kompetenzcheck

Behandelte Gedichte:

  • Gottfried Benn – “Schöne Jugend”
  • Georg Heym – “Berlin I”
  • Georg Heym – “Der Winter”
  • Georg Heym – “Die Stadt”
  • Jakob van Hoddis – “Weltende”
  • Else Lasker-Schüler – “Weltende”
  • Alfred Lichtenstein – “Die Dämmerung”
  • Alfred Lichtenstein – “Die Stadt”
  • Oskar Loerke – “Blauer Abend in Berlin”
  • Georg Trakl – “Die schöne Stadt”
  • Georg Trakl – “Grodek”
  • Georg Trakl – “Im Winter”
  • Georg Trakl – “Verklärter Herbst”

Aus lizenzrechtlichen Gründen ist der Primärtext zu “Schöne Jugend” von Gottfried Benn leider nicht enthalten.

Textauszug:

Einführendes Vorwort

Die industrialisierte Massengesellschaft und das einsame Individuum, dessen Verlorenheit innerhalb der Großstadt durch keine der vielen neuen technischen Möglichkeiten gemildert werden kann. Eine bedrohliche, komplexe Welt, der man sich ausgeliefert fühlt, weil man kaum einen Einfluss auf sie zu haben glaubt. Gesellschaftliche Notwendigkeiten, Tabus und individuelle Bedürfnisse, die nicht übereinkommen. Letztlich der Tod, die Endlichkeit der Welt, die jeden Anspruch von Sinn in Frage stellt. All diese Kernthemen des anbrechenden 20. Jahrhunderts beschäftigen auch heute noch und die meisten Fragen, die damals gestellt wurden, sind noch immer unbeantwortet. Nicht allein deshalb hat die so vielschichtige Epoche des literarischen Expressionismus kaum an Reiz verloren – an Aktualität schon gar nicht. Und gerade für Heranwachsende sind die Fragen nach den Freiräumen des Individuums in einer Massengesellschaft wie nach den Ausdrucksformen eigener Gefühle in einem durchrationalisierten Alltag noch immer besonders ansprechend – wenn auch die Antworten des Expressionismus teilweise verstörend bleiben. Gerade dadurch brechen sie viele gängige Vorstellungen auf und regen zum Nachdenken an, auch darüber, was Lyrik ist und sein sollte.

Diese Unterrichtsmappe stellt einige besonders bekannte Vertreter der expressionistischen Lyrik und ihre Werke vor, liefert Hilfsmittel zur kleinschrittigen Interpretation und Vertiefungsaufgaben, um die persönliche Auseinandersetzung zu fördern und einzelne Werke miteinander zu vergleichen. Dazu enthält sie einen kurzen Abriss über die Kernmerkmale des Expressionismus sowie einen kleinen Leitfaden zur Interpretation von Gedichten ganz allgemein. Stundenentwürfe zur Behandlung der Lyrik im Unterricht, eine Übersicht über die wichtigsten Stilmittel und ein kleines Expressionismus-Quiz beschließen die Unterrichtsmappe.

96 ab € 12,99
56367 Lektüren im Unterricht: Goethe - Faust I
  • Didaktische Hintergrundinformationen
  • Zusammenfassung, Textanalyse & Interpretation
  • Charakterisierung der Hauptpersonen (Faust, Mephisto, Gretchen)
  • Kompaktes Prüfungswissen in Frage und Antwort
  • Anregungen & Hinweise zur Erstellung von Klausuren
  • Direkt einsetzbare Klausuren (Wald und Höhle – Gretchen und Faust / Die Wette im Studierzimmer – Faust und Mephisto)

Textauszug:

Ein Werk zwischen den Epochen

Wegen seiner langen Entstehungszeit repräsentiert die Faust-Dichtung gleich mehrere Epochen. Gerade der erste Teil eint „Sturm und Drang“, „Aufklärung“, „Klassik“ und „Romantik“ in sich. Die Figur des Faust in seinem Erkenntnis- und Erlebniswillen, die Gretchenhandlung, die wie ein bürgerliches Trauerspiel komponiert ist, und der Aufbau der Tragödie als offenes Drama in der Tradition Shakespeares verweisen deutlich auf die Ursprünge des „Faust I“, die in den 1770ern und damit im „Sturm und Drang“ liegen.

In den Figuren Wagners und insbesondere Mephistos, der mit ironisch-distanzierter Analytik die Menschen entlarvt, findet sich ein Stück der „Aufklärung“ wieder. Unübersehbar ist auch der typische „Aufklärungsoptimismus“, der auch tragische Wendungen im Sinne teleologischer Vorstellungen als notwendige Übel hin zur Vervollkommnung betrachtet.

Auch wenn der Faust absolut kein typisches Werk der „Klassik“ ist, hat Goethe es aber doch klassisch überformt, indem er es in Versform brachte. Darüber hinaus wird durch den Prolog im Himmel Faust in seiner Zerrissenheit und ständigem Tatendrang zum Symbol für die gesamte Menschheit. Dabei strebt er trotz aller Fehler und allen Scheiterns einem Ideal zu.

Besonders präsent ist im „Faust“ die „Romantik“: Fabelwesen, schwarze Magie und die Verortung des Dramas verweisen auf die seinerzeit noch junge Strömung. Darüber hinaus ist der „Faust“ kein in sich geschlossenes, streng durchkomponiertes Werk, sondern ein Drama, das im Sinne der „Romantik“ wuchert und ausufert: Brennender Wein, die bunte Gesellschaft in der Hexenküche, die Walpurgisnacht und vor allem der „Walpurgisnachtstraum“ als Stück im Stück lassen das Drama lebendig wirken und sind eher lustvolle Spielereien als für die Handlung notwendige Versatzstücke.

Faust I – Ein Fragment

Aus guten Gründen wird in der Schule i.d.R. nur der erste Teil der Faustdichtung besprochen. Zu unübersichtlich, zu lang und zu bedeutungsschwer ist der zweite Teil – vor allem wegen seiner Lösung von der Handlungs- und Figureneinheit. Trotzdem muss man sich darüber im Klaren sein, dass „Faust I“ damit nur ein Fragment ist mit offenem Ende: man weiß nicht, wie es mit Faust ausgehen wird. Ohne den zweiten Teil lassen sich gewisse Aspekte anders deuten. So stellt sich bspw. die Frage, ob Fausts Erlebnishunger, Erkenntniswille und Tatendrang ohne je Erfüllung zu finden oder innezuhalten tatsächlich positiv konnotiert sind. Vielmehr erscheint Faust eine ganz und gar disharmonische Existenz zu sein. Sein zerstörerisches Treiben scheint doch recht wenig mit dem stetigen Streben zu tun zu haben, das Gott im Prolog skizziert – zumal dieses Treiben Gretchen ins Unglück stürzt.

Im zweiten Teil wird erst klar, dass Faust gerettet wird: sein stetiger Tatendrang verursacht zwar großes Leid und verkehrt sich teilweise ins Übertriebene bis Krankhafte (vgl. dazu den Abschnitt vom faustischen Widerspruch), aber trotzdem bewahrt er Faust davor, durch Mephistos Zerstreuungsprogramm eine stillstehende Existenz zu werden. Dies muss sich der Teufel im zweiten Teil selbst eingestehen: „Der mir so kräftig widerstand,/ Die Zeit wird Herr, der Greis hier liegt im Sand.“ (V. 11591f.) Falls genügend Zeit besteht und insbesondere im LK sollte man deshalb eine kurze Einführung in den zweiten Teil (etwa in Form eines Referates) geben und zumindest den Beginn sowie Teile des fünften Aktes („Palast“, „Grablegung“) behandeln. Falls dies nicht möglich ist, kann man die Unabgeschlossenheit von „Faust I“ auch nutzen, indem man die SuS z.B. darüber diskutierten lässt, ob Faust eine positiv konnotierte Figur ist. Ferner ließe sich auch spekulieren, wie es mit dem Gelehrten weitergeht und wie die Wette am Ende ausgeht.

Vom Himmel durch die Welt zur Hölle – Der „Faust“ als Welttheater

Im „Vorspiel auf dem Theater“ verspricht der Direktor wahrlich nicht zu viel über den „Faust“, wenn er schließlich sagt: „So schreitet in dem engen Bretterhaus/ Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,/ Und wandelt, mit bedächtger Schnelle,/ Vom Himmel, durch die Welt, zur Hölle.“ (V. 239-242)

Tatsächlich setzt das Stück im Himmel ein und folgt danach Fausts Treiben auf der Erde. Auch wenn die Handlung nicht in der Hölle endet, so hat sich am Ende des zweiten Teils zumindest der Höllenschlund geöffnet. Auch im ersten Teil, der hier im Mittelpunkt steht, hört Gretchen zumindest bereits das „Heulen und Klappern der Hölle“ (V. 4467), wird aber dann doch noch gerettet.

Der „Prolog im Himmel“ fügt die Geschicke Fausts gleich zu Beginn in einen größeren Sinnzusammenhang: alles, was er tut, ist unabhängig von moralischen Bewertungen Teil des Prinzips der Schöpfung und der Natur des Menschen, der geprägt ist von ständiger Tätigkeit und Ruhe im Wechsel (vgl. V. 336-349). In Faust realisieren sich das göttliche und das teuflische Prinzip als Tatendrang und Erkenntnisstreben auf der einen sowie sinnliche Begierden und Zerstreuung auf der anderen Seite. Dieser Grundkonflikt macht ihn zu einem Beispiel für die gesamte Menschheit.

Das Drama wird so zu einem Welttheater, wobei Mephistopheles seinen Schützling durch die „kleine“ und dann die „große Welt“ führt (V. 2052). Die große Welt entfaltet sich erst im zweiten Teil, die kleine Welt ist das Lebensumfeld Gretchens.

101 ab € 12,99
58706 Lyrik der Romantik - Unterrichtsmappe
  • Vorwort und Didaktische Hinweise
  • Überblick über die Epoche der Romantik
  • Einführung: Was ist ein Gedicht?
  • Verlaufsplan möglicher Unterrichtsstunden
  • Hintergrundinformationen zu den Autoren
  • Ausführliche Interpretationen
  • Arbeitsblätter mit Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung
  • Vertiefungsaufgaben
  • Quiz
  • Lösungen
  • Kompetenzcheck & Analyseformular
  • Übersicht: Rhetorische Mittel

Behandelte Gedichte:

  • Clemens Brentano: “Der Spinnerin Nachtlied”
  • Annette von Droste-Hülshoff: “Der Knabe im Moor”
  • Joseph von Eichendorff: “Heimweh”
  • Joseph Eichendorff: “Mondnacht”
  • Karoline von Günderode: “Der Kuss im Träume”
  • Karoline von Günderode: “Die eine Klage”
  • Heinrich Heine: “Abenddämmerung”
  • August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: “Sehnsucht nach dem Frühling”
  • Eduard Mörike: “Das verlassene Mägdlein”
  • Ludwig Tieck: “Andacht”
  • Ludwig Uhland: “Frühlingsglaube”

Textauszug:

Einführendes Vorwort

Was ist Romantik? Mit Novalis ist sie „nichts als qualitatives potenzieren“. Ganz pragmatisch: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, romantisiere ich es.“ Das Gemeine, Krude, Gewöhnliche wird mit dem Sinn für Unendlichkeit aufgewertet. Wo wir sonst nur bloßes Dasein sehen, gibt die Dunkelheit der Vorstellungskraft Flügel. Romantik stemmt sich einer mit der Rationalisierung und später Industrialisierung anbrechenden Verendlichung der Welt entgegen – sie tritt mit der Moderne auf als Tochter der Aufklärung.

Deshalb ist sie Zeitgenossen von Anfang an als Abwehrreaktion verdächtig oder wird gar als krankhaft verleumdet. Sie führte dabei viele ihrer Vertreter und schon ihre geistigen Väter in die Vereinsamung. Die Menschenwelt der Vorschriften, der Maschinerie und Märkte wollte und will sich kein geheimnisvolles Ansehen geben lassen, nicht mal ein unheimliches – sie erscheint banal, unmenschlich, unromantisch.

„Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt“ – so der Gegenentwurf. Romantik ist in ihrem Wesen gerade deshalb von hoffnungsloser Weltfremdheit und Vereinsamung gekennzeichnet – sie strebt in die Nacht, in das Dunkel und die Tiefe. Jede Bewegung geht vom Zuwider aus. Gleichzeitig prägt die Romantik eine hoffnungsvolle Weltumarmung, die Einheitssehnsucht um die Zersplitterung der Moderne zu überwinden, das verlorene Paradies wiederzuentdecken. Was als Konkretes, als Gegenüber so abstoßend und zurückweisend empfunden wird, gewinnt gerade unter dem Schleier der Ferne, Allgemeinheit und Endzeiterwartung an Wert, Schönheit. Wo man den Menschen nicht lieben kann, entdeckt man die Menschengemeinschaft. Wo das Sterbliche bedrohlich wirkt, lockt Thanatos, der Tod, die Ruhe selbst. Man schwingt zwischen den Extremen. Exemplarisch hierfür tritt abermals Novalis auf. Die heftigsten Gefühle für seine, nach kurzer Ehe verstorbene Frau empfindet er am Grabe. Jahrelang besucht er es fast täglich. Eine ferne, ideale Liebe, die er diesseitig so nicht mehr finden wird. Er schwärmt für die andere Seite. Diese typische Schwärmerei treibt dabei oft radikale Blüten. Man denke an Nietzsche. Die Romantik liebäugelt mit den Extremen, mit heutigem Vokabular könnte man vielen Romantikern Extremismus unterstellen.

96 ab € 12,99
59859 Lektüren im Unterricht: E.T.A. Hoffmann - Der Sandmann
  • Didaktische Hintergrundinformationen
  • Zusammenfassung, Textanalyse & Interpretation
  • Charakterisierung der Hauptpersonen (Nathanael, Der Sandmann, Coppelius, Coppola, Clara, Olimpia, Lothar, Professor Spalanzani)
  • Arbeitsblätter zur Erarbeitung der Lektüre im Unterricht (Aufbau, Form, Sprache & Inhalt von “Der Sandmann”, Symbolik des Sandmanns, Funktion Olimpias, Bedeutung des Augenmotivs)
  • Kompaktes Prüfungswissen in Frage und Antwort
  • Anregungen & Hinweise zur Erstellung von Klausuren
  • Direkt einsetzbare Klausur (Nathanaels Kindheitstrauma

Textauszug:

Die Romantik als Gegenströmung zur Aufklärung

E.T.A. Hoffmanns Erzählung gehört zur Schwarzen Romantik, welche eine Unterströmung der Epoche der Romantik darstellt.

Die Romantik prägte die Literatur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts und kann als Gegenentwurf zur vernunftgeprägten Aufklärung verstanden werden. So betont die Romantik statt Rationalität vielmehr Individualität, (vor allem melancholische) Gefühle und Sehnsucht. Unerklärliches und Unheimliches wird der Klarheit der Aufklärung entgegengesetzt. Die unergründliche Psyche des Menschen, märchenhafte Figuren, Geschehnisse und das Geheimnisvolle sowie die harmonische Einheit aller Künste und gesellschaftlicher Bereiche sind typische Themen der Romantik.

Ähnlich wie im Sturm und Drang fordern die Romantiker eine Lösung von künstlerischen Regeln; die Freiheit des individuellen Künstlers als Genie wird betont. Eng damit verbunden ist auch die Distanzierung von Ansprüchen an Vollständigkeit – im fragmentarischen Charakter der Werke wurde der Prozess des Werdens dargestellt.

Der Terminus „Romantik“ bezieht sich dabei zunächst auf die romanische Sprache der Werke – nämlich die Volkssprache der jeweiligen romanischen Länder wie beispielsweise Frankreich. Schließlich ging der Begriff auf alle Werke über, die nicht in Latein, sondern in landesüblicher Sprache gehalten waren – also gab es nun auch deutsche Romane. Mit dieser Sprachwahl ging die Hinwendung zur Heimat, dem einfachen Volk und die Abwendung von klassischen antiken Vorbildern einher, wie sie etwa in der Klassik vorherrschend waren. Dies wurde prägend für die Romantik: Heimische Kultur und Geschichte und dabei besonders die des Mittelalters gehörten zum besonderen Interesse der Romantiker.

Die schwarze Romantik als Unterströmung der Romantik

Eine besondere Hinwendung zur Melancholie sowie zum „Bösen” und Unheimlichen kennzeichnet die Unterströmung der Schwarzen Romantik, welche auch als Antwort auf die gewalttätigen Ereignisse der Französischen Revolution betrachtet wird.

Die Unterströmung ist daher besonders düster und geprägt von Themen wie Tod, Todessehnsucht, Melancholie, Besessenheit und Wahnsinn, Perversion und unheimlichen Naturerscheinungen.

Charakteristika: Die Gattung Erzählung und Kunstmärchen

Bei Hoffmanns „Der Sandmann“ handelt es sich um ein Kunstmärchen in der Form einer Erzählung. Erzählungen sind kürzere bis mittellange Texte, die weniger streng komponiert sind als beispielsweise eine Novelle (z.B. keine Fokussierung auf einen Wendepunkt). Dabei gehen sie oft besonders auf die einzelnen Charaktere ein.

Die Erzählung „Der Sandmann“ gehört dabei zur Tradition des Kunstmärchens. Diese beruhen nicht auf Volkslegenden, sondern sind meist freie Erfindungen des Künstlers und ähneln nur im Stil oder in den zentralen Motiven typischen Märchen. Im Gegensatz zu diesen verzichten sie auf eine Moral, vielmehr betrachten sie die psychologische Vielschichtigkeit der Charaktere und richten sich daher häufig eher an Erwachsene, als an Kinder.

Sprache und Erzählweise

Hoffmanns Werk beginnt mir drei Briefen, woran sich die Erzählung aus der Sicht eines Freundes des Protagonisten Nathanael anschließt. Die Briefe habe er von Lothar, einer weiteren Figur der Erzählung, erhalten und habe sie an den Anfang gestellt. Obwohl es sich bei dem Erzähler um einen Freund des Protagonisten handelt und unklar bleibt, wie er die detaillierten Kenntnisse über Nathanaels und Claras Gedanken erlangt hat, ist die Erzählweise, die sich an die Briefe anschließt, eine auktoriale und reflektierende. So beschreibt der Erzähler detailliert die Empfindungen und Gedanken der wichtigsten Figuren (Claras und Nathanael) und kommentiert das Geschehen. Außerdem reflektiert er sein eigenes Erzählen, u.a. indem er den Einstieg in Form der Briefe begründet.

Durch den Wechsel von Briefen zur Erzählung bietet das Werk unterschiedliche Perspektiven und wechselnde Nähe (in den Briefen) bzw. Distanz (in der Erzählung durch den nicht an der Handlung beteiligten Freund).

Durch die Vielzahl der Perspektiven (Nathanael, Clara, Lothar, Erzähler-Freund) entstehen mehrere Deutungsmöglichkeiten der Handlung, wodurch offenbleibt, ob Nathanaels Erinnerungen und Eindrücke „real“ oder Produkte seiner Fantasie sind.

Die Erzählung ist in Prosa gehalten. Die Briefe zeichnen sich durch kurze bis mittellange Sätze und eine Vielzahl an Metaphern und Vergleichen aus. Die Erzählung beinhaltet dagegen auch längere Sätze. Das gesamte Werk weist eine gehobene, vornehme Sprache auf, welche auf den hohen Bildungsstand Nathanaels, Claras und des Erzählers hinweist.

107 ab € 12,99

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