Demokratia

Die athenische Demokratie auf dem Prüfstand

Blick ins Material

Demokratia

Die athenische Demokratie auf dem Prüfstand

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
53 Seiten (1,7 MB)
Verlag:
RAABE
Auflage:
1 (2021)
Fächer:
Geschichte
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

Demokratie und Republik sind heute selbstverständliche und wohlgelittene Begriffe unseres Gemeinwesens. Ihr heutiges Verständnis leitet sich hauptsächlich durch die historischen Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert ab – gerade auch im Spannungsfeld zwischen dem liberal-demokratischen Gedankengut und den unmittelbaren Erfahrungen mit dessen Scheitern in der deutschen Geschichte.

Doch die Begriffe „Demokratie“ und „Republik“ sind älteren Ursprungs. Ihre Wurzeln als griechisches Substantiv demokratia („Herrschaft des Volkes“) und feststehende lateinische Substantiv-Adjektiv-Komposition res publica („öffentliche Sache/Angelegenheit“) liegen in der Antike, in der sie im philosophischen wie politisch-gesellschaftlichen Diskurs verwendet und entwickelt wurden.

Die timokratische Ordnung, die Solon einführte, um soziale Gegensätze in einer Zeit schwerer Krisen zu beseitigen, stellte eine Vorform der Demokratie dar. Die Reformen des Kleisthenes halfen ihr schließlich, die athenische Staatsform der nächsten Jahrhunderte zu werden. Aristoteles Einteilung in drei gute und drei schlechte Staatsformen, zu letzteren zählte er die Demokratie, belasteten den Begriff „Demokratie“ jedoch im Folgenden erheblich. Erfolgreicher schien zunächst das Konzept der Römischen Republik. Warum? Anhand zahlreicher Primärquellen erarbeiten sich die Schüler die Entstehung der athenischen Demokratie, vergleichen sie mit der Verfassung der Römischen Republik und setzen sich mit ihrer Rezeption in der Moderne auseinander.

Die Schüler lernen, Primärquellen sachgerecht auszuwerten, zu analysieren und historisch einzuordnen (Sachkompetenz). Gleichzeitig üben sich die Lernenden in der Bildanalyse und im Umgang mit Verfassungsschemata, welche sie sich anhand von (Sekundär-)Quellen selbst erarbeiten (Methodenkompetenz). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Rezeption der Themen „Demokratie“ und „Republik“ in der Moderne. Die Schüler sind aufgefordert, ihr Wissen über die Französische Revolution und die Gründung der USA einzubringen, sowie die athenische Demokratie mit den Herrschaftsformen beider Staaten zu vergleichen und zu bewerten (Reflexionskompetenz). Die Methoden Gruppenarbeit und Diskussion, ob mündlich oder schriftlich, sind wesentliche Elemente der Unterrichtseinheit.

Inhaltsverzeichnis:
  • Fachwissenschaftliche Hinweise
    • Von der Aristokratie zur Demokratie
    • Solons timokratische Ordnung als Lösungsversuch sozialer Gegensätze
    • Das Ende der Tyrannis: Kein Beginn der Demokratie!
    • Die kleisthenischen Reformen als Wegbereiter
    • Die Vollendung der Demokratie
    • Zeitgenössische Bewertung der athenischen Demokratie
    • Ein anderes Modell: die Römische Republik
    • Rezeption in der Moderne
  • Didaktisch-methodische Hinweise
  • Literatur und Medien
  • Materialien und Arbeitsaufträge
  • Krise und Reform – der Begründer der Demokratie
    • (K)ein direkter Weg zur Demokratie? – Von Solon bis Kleisthenes
    • Ephialtes und Perikles: Herrschaft des Volkes oder der Demagogen?
    • Athen vs. Rom – Vorbilder moderner Staaten?
    • Rezeption in der Moderne
    • Klausurvorschlag
  • Erwartungshorizonte

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