Latein: Antike Werte und Wertbegriffe

Unabdingbar für eine moderne Gesellschaft?

Blick ins Material

Latein: Antike Werte und Wertbegriffe

Unabdingbar für eine moderne Gesellschaft?

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
83 Seiten (3,2 MB)
Verlag:
RAABE
Auflage:
1 (2020)
Fächer:
Latein, Philosophie
Klassen:
10-13
Schultyp:
Gymnasium

In den Lehrplänen der Bundesländer ist zu lesen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit wichtigen klassischen lateinischen Texten auseinandersetzen sollen, dass aber auch die gesamte Latinitas berücksichtigt werden soll. Daher werden in dieser Unterrichtsreihe nicht nur Texte von Autoren wie Cicero, Horaz, Ovid, Seneca und Vergil für den Einsatz im Unterricht vorgeschlagen, sondern auch solche der Spätantike wie Ambrosius, Ammianus Marcellinus, Arnobius, Augustinus, Laktanz, Minucius Felix, Prudentius und Tertullian. Zur Bereicherung der Reihe wurden Rezeptionsdokumente und Stellungnahmen der Neuzeit einbezogen, zum Beispiel Auszüge aus einem Buch des jüngst verstorbenen Kardinals Karl Lehmann sowie des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Di Fabio. Dadurch lassen sich antike Positionen zu Wertefragen mit denen in der heutigen Zeit vergleichen. Die ausgewählten Abschnitte sind in der Regel kurz, sodass sie in wenigen Schulstunden durchgearbeitet werden können. Die Wahl fiel auf Prosa- wie auf dichterische Texte.

Diese Unterrichtsreihe ist für die Phase nach der Lehrbucharbeit konzipiert und kann ab dem vierten Lernjahr eingesetzt werden. Um den Zugang zu den Texten zu erleichtern sind jeweils eine Einleitung vorgeschaltet und kurze Abschnitte zum Sachwissen eingebaut. Die Aufgabenformate sind methodisch abwechslungsreich, um jeglichen Methodenmonismus zu vermeiden. Die Übersetzungsaufträge wurden ganz bewusst ans Ende der Aufgabenkette gesetzt, damit sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit wichtigen Strukturen und Inhalten auseinandersetzen und eine Gesamtvorstellung des Textes erarbeitet haben, auf deren Grundlage sie besser in der Lage sind, eine angemessene Übersetzung zu erstellen. Die Aufgaben aus den Bereichen Grammatik und Wortschatz dienen einerseits dazu, wichtige Elemente zu wiederholen, andererseits aber auch ihre Kenntnisse auf diesen Gebieten systematisch zu erweitern. Es ist nicht immer notwendig, dass die Schülerinnen und Schüler den lateinischen Text ins Deutsche übertragen, ein Prozess, der in vielen Fällen große Probleme darstellt; vielmehr werden in einigen Fällen die ausgewählten Text zweisprachig dargeboten, um den Blick auf Inhaltliches zu lenken; da gerade bei der Besprechung von Wertbegriffen die genaue Analyse des lateinischen Originals unabdingbar ist, wurde der lateinische Text ebenfalls abgedruckt. Alle Texte lassen sich im Kurs- oder Klassenverband bearbeiten, wünschenswert ist aber eine arbeitsteilige Vorgehensweise. Einige Textstellen bieten sich geradezu an, zunächst in Kleingruppen bearbeitet zu werden, um dann im Plenum die unterschiedlichen Ergebnisse vorzustellen, zu vergleichen und eine bessere Diskussionsgrundlage zu haben. Denkbar ist auch die Vorbereitung einer Textstelle durch eine Schülerin/einen Schüler oder eine Kleingruppe, um das selbstständige Arbeiten der Schüler und Schüler bewusst zu fördern. Hilfen können ihnen je nach Bedarf von den Lehrkräften gewährt werden, insbesondere auch aus den Lösungen. In einigen Unterrichtsphasen gibt es inhaltliche Überschneidungen mit anderen Fächern wie Religion, Deutsch und Geschichte. Die Literaturhinweise verstehen sich als Hilfe für die weitere intensive Beschäftigung mit der Thematik.

Inhaltsverzeichnis:
  • Fachliche Hinweise
  • Methodisch-didaktische Hinweise
  • Primär- und Sekundärliteratur
  • M 1: Lernwortschatz – Wertbegriffe
  • M 2a: Einleitung – die Position von Horaz
  • M 2b: Einleitung – die Position von Laktanz
  • M 3: Definitionen des Begriffs ?des bei Cicero und moderne Ansätze
  • M 4: Fides in der Münzprägung
  • M 5: Die Legitimation der Herrschaft der Römer bei Cicero, de off. II
  • M 6: Der Aufstieg Roms zur Weltmacht, Aulus Gellius, Noctes Atticae 20,1,39–41
  • M 7a: Kritik eines Christen an heidnischer Position
  • M 7b: Reaktion eines Christen auf heidnische Vorstellungen
  • M 8a: Definitionen des Begriffs Pietas
  • M 8b: Die pietas und das Naturrecht
  • M 8c: Pius Aeneas
  • M 9a: Die pietas im Verständnis des Augustinus * M 9b: Die Bedeutung der pietas aus der Sicht Tertullians
  • M 9c: Christen und Heiden über die pietas
  • M 10a: Definitionen des Begriffs virtus
  • M 10b: Der Begriff virtus in der Perspektive Ciceros
  • M 10c: Die virtus bei Vergil
  • M 10d: Senecas Ansicht über die virtus
  • M 11a: Tertullian – virtutes aus christlicher Sicht * M 11b: Minucius Felix – virtus, die Allmacht Gottes
  • M 11c: Prudentius – contra Symmachum
  • M 12a: Cicero – Lob auf die eigene Frau
  • M 12b: Ovid – Atalante
  • M 13: Stellungnahmen verschiedener Autoren zum Thema Werte
  • M 14: Leistungsüberprüfung – Seneca epist. 74, 12–13
  • Lösungsvorschläge und Übersetzungen

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