Das Geheimnis des Mantels

Selbstporträt mit Schutzmantel

Blick ins Material

Das Geheimnis des Mantels

Selbstporträt mit Schutzmantel

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
26 Seiten (10,9 MB)
Verlag:
RAABE
Auflage:
1 (2019)
Fächer:
Kunst/Werken
Klassen:
5-7
Schultyp:
Gymnasium, Realschule

Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit ist die von Piero della Francesca gemalte Schutzmantelmadonna. Das Besondere an diesem Bild ist die Tatsache, dass der Goldgrund und die im Bild angewandte Bedeutungsperspektive zur Trennung von irdischer und himmlischer Sphäre deutlich ins Mittelalter zeigen, während die dargestellten Personen mit ihren individualisierten Gesichtszügen bereits in die Renaissance weisen. Diese stilgeschichtliche Übergangsstellung gilt es hier insofern zu betonen, als sich durch den Goldgrund eine deutliche Fokussierung und damit auch didaktische Reduktion auf das Schutzmantelmotiv ergibt. Zusätzlich zu klärende biblische Handlungskontexte liegen nicht vor.

Dazu ergeben sich gleichzeitig aus der geschlechterspezifischen Gruppierung und individualisierten Darstellung der Gläubigen genügend offene Fragen für eine vertiefende Bildrezeption. Im Übrigen greifen Schülerinnen und Schüler der Unterstufe entwicklungsbedingt häufig noch selbst auf das Prinzip der Bedeutungsperspektive zurück.

Dementsprechend kann ausgehend von dem kunstgeschichtlichen Bildbeispiel ein positiver Synergieeffekt für die spätere Gestaltungsaufgabe angenommen werden. Hier stellen sich die Lernenden nämlich selbst mit einem schutzspendenden Mantel dar.

Die Unterrichtseinheit gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil geht es um die inhaltliche Erschließung des Themenfeldes: In Gruppenarbeit beschreiben sich die Lernenden gegenseitig Mantelträger. Grundlage für die Beschreibungen sind Bildkarten, wobei diese zunächst nur für die Beschreibenden sichtbar sind. Es gilt in der Gruppe zu erraten, wer die beschriebene Figur ist.

Darauf aufbauend sammeln die Lernenden in einem Brainstorming weitere bekannte Mantel-iguren. Aufgabengeleitet gestalten sie dann ein Plakat mit ihren Rechercheergebnissen. Die Plakate werden in Form eines Galeriegangs gewürdigt.

Da die „Uniformierung“ von Superhelden erfahrungsgemäß eine Hauptbezugsquelle darstellt, wird in einer anschließenden Kunstbetrachtung das Bildgedächtnis erweitert.

Bei der Betrachtung von Piero della Francescas Schutzmantelmadonna lernt die Klasse eine kulturgeschichtlich bedeutsame Figur kennen, die ihnen weitgehend unbekannt sein dürfte. Der Madonnendarstellung nähern sich die Lernenden durch eine Standbildarbeit an. Ein anschließender Vergleich der Madonna mit Superman schlägt eine Brücke zurück in die Lebenswelt der Schüler und bietet die Möglichkeit, das Vorwissen und das bisher Erarbeitete in Beziehung zueinander zu setzen.

Das Schutzmotiv ein zeitlich überdauerndes Bild zu begreifen, bildet einen wesentlichen Schritt hin zum Aufbau von Bildkompetenz.

Im dritten Teil der Unterrichtsreihe stellen sich die Lernenden dann selbst als Schutzgestalt dar. Sie erarbeiten zunächst mithilfe einer Schablone ein Selbstporträt. Dieses ergänzen sie dann mit einem aus Transparentpapieren gestalteten Schutzmantel, unter dem persönlich wichtige Personen, Tiere oder andere Figuren Platz finden, die Schutz erhalten sollen.

*Inhaltsverzeichnis<+
  • Einführung: Bekannte Mantelträger aus Literatur, Kunst und Film
  • Recherche und Plakatgestaltung: Mäntel, ihre Träger und ihre symbolische Bedeutung
  • Vom Schutzmantel der Madonna zum Superheldenumhang
  • Der Schutzmantel und seine Falten
  • Selbstporträt als Schutzgestalt
  • Der Schutzmantel, die Beschützten und ich

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Material-Nr.: 73327

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