Alternative facts, fake news und Fama

Vergils und Ovids Auseinandersetzung mit antiken fake news von Caesar und Augustus

Blick ins Material

Alternative facts, fake news und Fama

Vergils und Ovids Auseinandersetzung mit antiken fake news von Caesar und Augustus

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
28 Seiten (9,8 MB)
Verlag:
RAABE Fachverlag für die Schule
Auflage:
(2018)
Fächer:
Latein
Klassen:
10-13
Schultyp:
Gymnasium

Durch die Auseinandersetzung mit der Darstellung der Fama bei Vergil und Ovid erfahren die Schüler eine der frühesten Auseinandersetzungen mit Nachrichten und ihrer öffentlichkeitswirksamen Gestaltung einerseits. Sie erkennen auch, dass die Antike schon klare Kritik an derartigen fake news äußerte und werden so selbst zu einem bewussteren Umgang mit den modernen (sozialen) Medien und ihrer Informationsflut angeregt. Innerhalb dieses Rahmens lernen die Schüler andererseits wesentliche Merkmale der Dichtkunst Vergils und Ovids kennen, die sprachliche Begrenzung durch das grundsätzliche Thema sowie die geradezu spielerische Verarbeitung der dichterischen Tradition als poeta doctus „l’art pour l’art“.

Die Lektürereihe für die 10.–13. Jahrgangsstufe bietet sich innerhalb der Ovid- oder Vergil-Lektüre für eine Wiederholung in der Vorbereitungsphase des Abiturs an oder auch für eine Vertiefung während der Ovid-Lektüre in der Einführungsphase (Kl. 10). In jedem Fall können durch den kontrastierenden Vergleich Merkmale des Dichters Vergil sowie des Dichters Ovid zum Ausdruck gebracht werden.

Die Texte, insbesondere von Ovid, sind durchaus nicht ohne Anspruch, sodass auch Schülerinnen und Schüler* im fünften Lernjahr Erfahrungen mit (Dichter-) Lektüre haben sollten. Zur Beschleunigung oder Vereinfachung kann auch eine Übersetzung herangezogen werden.

Fake news – Der aktuelle US–amerikanische Präsident rühmt sich selbst dafür, dass er der Schöpfer eines offenbar modernen Begriffs ist. Alternative Fakten waren das Unwort des Jahres 2017. Der Umgang mit Informationen, die Gestaltung einer eigenen Wahrheit, scheint ein Phänomen unserer Zeit zu sein. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass dem nicht so ist, sondern dass auch Caesar und Augustus Nachrichten so gestaltet haben, dass sie ihren Intentionen entgegenkamen. Und sie erkennen, dass die antiken Zeitgenossen schon über die Gefahren solcher Techniken nachgedacht haben. So sollen die Schülerinnen und Schüler auch selbst zu einem bewussteren Umgang mit Informationen, besonders in den Sozialen Medien geführt werden.

Klassenstufe: 10.–13. Klasse (GK/LK), 6./7. Lernjahr, Latein als 1./2. FS

Dauer: 11 Unterrichtsstunden + LEK

Bereich: Römische Dichtung, res publica und Prinzipat

Kompetenzen:
  • Sprachkompetenz: sprachliche Gestaltung der Fama durch Vergil und Ovid
  • Textkompetenz: Gattungen der Dichtung (Epos/Metamorphosen); Merkmale römischer Literatur
  • Kulturkompetenz: augusteische Prinzipatsideologie Medienkompetenz: Kritikfähigkeit sozialer Medien

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(Nr. 71639)

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