BREXIT: Deal or No Deal?

Wirtschaftliche Folgen eines No Deals für Großbritannien

Blick ins Material

BREXIT: Deal or No Deal?

Wirtschaftliche Folgen eines No Deals für Großbritannien

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
11 Seiten (0,5 MB)
Verlag:
BizziNet
Autor:
Markmann, Monika
Auflage:
4 (2019)
Fächer:
Sowi/Politik
Klassen:
9-13
Schultyp:
Gymnasium

Aktualisiert/Erweitert

Was wollen die Briten? Noch immer ist nicht ganz klar, wie die Briten aus der EU ausscheiden wollen. Das britische Unterhaus hat den mit der EU ausgehandelten Deal dreimal abgelehnt und sich auch gegen einen ungeordneten Austritt Großbritanniens ausgesprochen. Zwei Mal hat Großbritannien eine Verlängerung der Austrittsfrist beantragt. Bis Ende Oktober 2019 haben die Briten nun Zeit zu formulieren, wie ihr Verhältnis zur EU zukünftig sein soll. Das Chaos um den Brexit zeigt, dass es manchmal nicht ausreicht, nur gegen etwas zu sein. Sollte Großbritannien auch bis Ende Oktober kein klares Votum erzielen, wofür es ist, ist ein chaotischer Brexit immer noch nicht ausgeschlossen. Das Arbeitsblatt beschäftigt sich mit den ökonomischen Konsequenzen eines No Deals für Großbritannien, wenn es im schlimmsten Fall keinen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU gibt.

Das Arbeitsblatt beschäftigt sich mit den ökonomischen Konsequenzen eines No Deals für Großbritannien, wenn es im schlimmsten Fall keinen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU gibt.

Arbeitsblatt: Wirtschaftliche Auswirkungen eines No Deals für Großbritannien

Lange LKW-Schlangen vor der Zollabfertigung in Dover, sinkende Immobilienpreise, steigende Lebensmittelpreise, Standortverlagerungen, eine Abwertung des britischen Pfunds, verrottendes Gemüse auf den Feldern englischer Landwirte. Das sind nur einige der möglichen Auswirkungen eines No Deals.

Im Rahmen des Arbeitsblattes identifizieren die Schülerinnen und Schüler mögliche ökonomische Auswirkungen auf die Preise und Verfügbarkeit bestimmter Güter, auf den Arbeitsmarkt, auf die Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Schaubild: Die Top 5 Handelspartner Großbritanniens

Neben China und den USA gehören vor allem EU-Länder zu den wichtigsten Handelspartnern Großbritanniens. Im Warenverkehr trifft es vor allem Deutschland, wenn es zu einem chaotischen Brexit kommt. Im innereuropäischen Dienstleistungsverkehr ist Großbritannien der drittgrößte Im- und Exporteur von Dienstleistungen.

Mit dem Referendum der Briten über den EU-Ausstieg am 23. Juni 2016 fing alles an. Da sich die Mehrheit der Briten für ein Verlassen der EU entschied, stellte die britische Regierung am 29. März 2017 offiziell bei der den Austrittsantrag. Nach einer zweijährigen Frist sollte die Trennung dann vollzogen sein, so die Regelungen zum Austritt.

Zwar gibt es ein zwischen der EU und Großbritannien ausgehandeltes Austrittsa b-kommen, das das Verhältnis sowie Übergangsregelungen für die Zeit nach dem Austritt regeln soll. Doch das britische Unterhaus hat dieses Abkommen mit großer Mehrheit dreimal abgelehnt. Erneute Verhandlungen hat die EU kategorisch abgelehnt.

Mittlerweile ist nicht nur der ursprüngliche Austrittstermin des 29.03.2019, sondern auch die erste Verlängerung bis zum 12.4.2019 verstrichen. Die EU hat Großbritannien nun eingeräumt, bis Ende Oktober 2019 einen mehrheitsfähigen Vorschlag zu unterbreiten. Sollte auch das misslingen, scheiden die Briten entweder Ende Oktober ungeregelt aus der EU aus oder es gibt eine neue Verlängerung. Im Falle eines ungeregelten Ausstiegs hätte Großbritannien über Nacht Drittlandstatus, das von der EU nach den internationalen Handelsregeln behandelt würde. Im grenzüberschreitenden Warenverkehr zwischen der EU und Großbritannien wären dann erhebliche Zollbelastungen zu tragen. EU-weite Zulassungen, Harmonisierungen und Standards würden ihre Gültigkeit in Großbritannien verlieren mit hohen zeitlichen, bürokratischen und personellen Belastungen für Unternehmen diesseits und jenseits des Ärmelkanals. Die wirtschaftlichen Folgen für Großbritannien wären allerdings weitaus dramatischer als für den Rest der EU.

Das Arbeitsblatt thematisiert die wirtschaftlichen Auswirkungen eines No-Deals für die britische Wirtschaft, Konsumenten und Arbeitnehmer.

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Eckdaten des bisherigen Brexit vertraut und skizzieren die möglichen Szenarien für die Zeit nach dem 29. März 2019. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren anhand von Beispielpersonen, welche wirtschaftlichen Konsequenzen für Bürger, Arbeitnehmer, Kons u-menten und Unternehmen von einem chaotischen Brexit ausgehen würden und stellen diese systematisch dar.

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