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Vom Strichmännchen zum Menschen - figürliches Zeichnen

Der vitruvianische Mensch - den Menschen „richtig“ zeichnen – aber wie?

Blick ins Material

Vom Strichmännchen zum Menschen - figürliches Zeichnen

Der vitruvianische Mensch - den Menschen „richtig“ zeichnen – aber wie?

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Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
24 Seiten (13,2 MB)
Verlag:
RAABE Fachverlag für die Schule
Auflage:
(2018)
Fächer:
Kunst/Werken
Klassen:
8-10
Schultyp:
Gymnasium, Realschule

Als Ausgangspunkt dieser Unterrichtseinheit dient der vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci. Ein kurzer Überblick über die Darstellung des Menschen von der Steinzeit bis zur Renaissance dient zum einen einer kulturgeschichtlichen Einordnung für die Schüler und zum anderen der Erkenntnis, dass gerade in der Renaissance die genaue Abbildung der menschlichen Figur und die Erforschung der Proportionen im Interesse der Künstler stand. Hier knüpft auch diese Einheit an.

Die Kenntnis von den proportionalen Verhältnissen unseres Körpers wird in diesem Beitrag als Grundlage für die Erarbeitung von Hilfsstrategien für das Zeichnen der menschlichen Figur genutzt. So passt z. B. der Kopf sieben bis acht Mal in den Körper des Menschen und die ausgestreckten Arme sind von Fingerspitze zu Fingerspitze genauso lang wie der gesamte Körper von Kopf bis Fuß. Das Wissen um solche und ähnliche Regelhaftigkeiten soll auch den Schülern helfen, naturgetreue Zeichnungen anzufertigen.

Den Menschen „richtig“ zeichnen – aber wie?

Das kleinschrittige lehrgangähnliche Vorgehen in dieser Einheit dient dazu, dass die Schülerinnen und Schüler zum einen eine genaue Vorstellung vom menschlichen Körper bekommen und zum anderen dazu, dass sie Hilfsmittel und Strategien zu dessen Darstellung erwerben.

Gerade in der Pubertät entwickelt sich bei den Jugendlichen das Bedürfnis nach einer möglichst genauen Darstellung des natürlichen Vorbildes. Dies steht jedoch oft im Gegensatz zu den eigenen zeichnerischen Fähigkeiten, was schnell zu Frustration führen kann, da Können und Wollen nicht in Einklang miteinander stehen.

Aus diesem Grund nehmen Schüler der Mittelstufe detaillierte Lehrgänge oft sehr gut an, vor allem dann, wenn sie merken, dass sie mit einfachen Mitteln schnell ihr eigenes zeichnerisches Können verbessern können und ihre Darstellungen „echt“ aussehen. Die vorliegende Unterrichtseinheit knüpft an dieser Motivation an.

Ganz schön vermessen – Körperbau und Proportionen handelnd erfahren

Auf dem Weg zu einer realistischen Darstellung der menschlichen Figur ist es zunächst wichtig, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie der Körper aufgebaut ist. Deshalb geht dieser Beitrag zunächst von den Maßen des Körpers aus und in einem ersten Schritt beschäftigen sich die Schüler mit den Proportionen. Dabei messen sie selbst nach, wie die einzelnen Gliedmaßen zueinander im Verhältnis stehen. Dieser handlungsorientierte Zugang macht den Körperbau zum einen für die Lernenden erfahrbar und hilft ihnen zum anderen bei der Verinnerlichung der Ergebnisse. Die Größen und Proportionen, die sie auf diese Weise erarbeiten, dienen ihnen als erstes grundlegendes Hilfsmittel, um einen Menschen richtig zu zeichnen.

Linien, Formen, Schraffuren – weitere Zeichenhilfen kennenlernen

Die Gliederpuppe, die oft als Hilfestellung zum Zeichnen des menschlichen Körpers genutzt wird, ist relativ bekannt. Mit ihr lassen sich Bewegungen nachvollziehen, z. B. indem sie zeigt, an welchen Stellen Knochen und Gelenke sitzen und welche Stellen sich biegen lassen. In dieser Unterrichtseinheit bekommen die Schüler Strategien an die Hand, die der Arbeit mit einer solchen Gliederpuppe ähneln. So beschäftigen sie sich z. B. mit dem Skelett des Menschen und vertiefen dabei ihr Verständnis für die Proportion, den Körperbau sowie die Bewegungsmöglichkeiten. Achten Sie gerade bei der Bearbeitung der Aufgaben zum Skelett darauf, dass die Schüler sich gegenseitig die Bewegungen zeigen und sich so immer wieder den Zusammenhang bewusst machen zwischen der Methode und dem Ziel, dem Zeichnen einer menschlichen Figur. Anhand des Skeletts und eines motivierenden Knicklichter-Tanzes erfahren die Schüler auch, wie sie mit Hilfslinien eine erste Skizze des Körpers anfertigen können. Die „Strichmännchen“, die dabei entstehen, werden in einem weiteren Schritt dann um geometrische Hilfsformen ergänzt und schließlich zu einer Umrisszeichnung ausgearbeitet.

In einem letzten Schritt erfahren die Schüler schließlich, wie sie ihrer Figur mithilfe verschiedener Schraffuren eine plastische Wirkung verleihen.

Klassenstufe: 8–10

Dauer: 4–5 Doppelstunden

Bereich: Grafik

Kompetenzen:
  • Grafische Verfahren kennen und anwenden
  • kunstgeschichtliche Epochen und Künstler kennen
  • Fachwissen erwerben und anwenden
  • kommunizieren und kooperieren können
Materialübersicht:
  • Wohlgeformt und gut vermessen – der vitruvianische Mensch
  • Der Mensch malt sich selbst – ein Blick in die Kunstgeschichte
  • Von Kopf bis Fuß: Was ist wie groß? – Die Körperproportionen
  • Mehr als nur Knochen – Proportionen und erste Hilfslinien für deine Zeichnung
  • Knicklichter-Tanz und Strichmännchen – wichtige Hilfslinien für deine Zeichnung
  • Das Strichmännchen „anziehen“ – Hilfsformen für deine Zeichnung
  • Proportionen, Linien, Formen – das Gelernte anwenden
  • Aus Linien und Formen wird ein Mensch – eine Umrisszeichnung anfertigen
  • Körper, Licht und Schatten – so haben Künstler den Menschen gezeichnet
  • Schattieren und schraffieren – 3D-Wirkung für deine Zeichnung
  • Und jetzt: Zeig was du kannst! – Einen Menschen richtig zeichnen

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