Smombies - eine cross-over Bewegungsgestaltung zum Thema Handysucht

Mit Turnen der Handysucht begegnen

Blick ins Material

Smombies - eine cross-over Bewegungsgestaltung zum Thema Handysucht

Mit Turnen der Handysucht begegnen

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
16 Seiten (1,5 MB)
Verlag:
RAABE
Auflage:
(2018)
Fächer:
Sport
Klassen:
7-13
Schultyp:
Gymnasium, Hauptschule, Realschule

Im Jahr 2015 wurde das Wort Smombie als Jugendwort des Jahres gewählt und bezeichnet eine Person, die von ihrer Umwelt nicht viel mitbekommt, weil sie nur auf ihr Smartphone starrt. Die vorliegende cross-over Bewegungsgestaltung „Smombies“ versucht, dieses aktuelle Thema aufzugreifen und gleichzeitig der Sportart Gerätturnen neue Impulse zu geben und sie in das Bewusstsein der Jugendlichen zurückzurufen.

Dem Wort Turnen haftet trotz vielfältiger Gegenbemühungen immer noch stark der Geruch des verhassten Bockspringens oder Reckturnens an und Turnen zählt zu den eher unbeliebten Schulsportarten. Durch das Nachspielen von (Alltags-)Szenen sollen Anregungen gegeben werden, sich mit turnerischen, akrobatischen und tänzerischen Bewegungen in einem neuen Kontext auseinanderzusetzen und ihnen damit eine Aussage zu verleihen. Attraktive Beispiele dazu gibt es zum Beispiel zum Thema Harry Potter oder Lara Croft.

Der Spielraum für Differenzierungen innerhalb der Schülergruppe ist bei dieser Art von Bewegungsgestaltung sehr groß, da sich alle ihren Fähigkeiten und Vorlieben entsprechend gleichberechtigt in die Gestaltung einbringen können. Individuelle Kenntnisse aus dem Bereich Tanz, Hip Hop, Breakdance, Electric Boogie, Beat Boxing usw. können hervorragend in die Gestaltung integriert werden.

Es gibt die Möglichkeit, Gestik, Mimik und Alltagsverhalten einzubringen, zu verfremden und zu variieren. Aus der Kombination dieser Bewegungen, z. B. Handzeichen mit turnerischen Elementen, entsteht eine Gestaltung, die die Grenzen zwischen alltäglichem und turnerischem Bewegen verwischt und dadurch einen speziellen Aufforderungscharakter besitzt.

Die Ausführung turnerischer Elemente ist nicht zwingend dem Ideal des „strammen Körpers“ verpflichtet, aber durchaus möglich. Bei der Erarbeitung von Basiselementen, Kunststücken und Kombinationen wird auf die funktionale Bedeutung von Körperspannung zum Gelingen von Elementen hingewiesen.

Die Auswahl der Geräte orientiert sich am Thema und reicht von Kästen oder Bänken bis hin zu turnuntypischen Geräten wie Stuhl oder Sitzball. Alle Geräte sollten mindestens das Gewicht der Schüler tragen können. Auch die Kleidung richtet sich nach dem Gestaltungsthema. Sie sollte lediglich funktionell sein und keine Verletzungen provozieren.

Bei der Erarbeitung der einzelnen Szenen werden zunächst Basiselemente erarbeitet. In einem nächsten Schritt werden Kombinationsmöglichkeiten gesucht, sodass sich neue, ausgefallene Bewegungsabläufe und Bewegungsverbindungen ergeben. Diese Bewegungssequenzen sind in der Inszenierung in eine Rahmenhandlung eingebunden. Während der Erarbeitung von turnerischen und akrobatischen Elementen ist auf eine ausreichende Anzahl von Turnmatten zu achten. Viele Elemente können jedoch, wenn sie beherrscht werden, auch ohne Matten ausgeführt werden. Letzteres ist bei der Aufführung von erheblichem Vorteil, darf aber selbstverständlich nicht die Sicherheit der Schüler gefährden.

Die begleitende Musik sollte sich nach dem Geschmack der Schüler richten. Sie kann das Thema der Inszenierung hervorheben und unterstützen, eine rhythmisierende Funktion haben, einen Kontrast zum Thema darstellen oder im Hintergrund begleiten.

Die Musikvorschläge für diese Bewegungsgestaltung sind:
  • Pink: What about us?
  • Welshley Arms: Legendary
  • Zayn feat. Sia: Dusk til dawn

Zeit: 3 Doppelstunden

Niveau: Fortgeschrittene, Klassen 7–13

Ziele:
  • sich mit turnerischen, akrobatischen und tänzerischen Elementen in einem neuen Kontext auseinandersetzen
  • sich über Bewegung ausdrücken
  • motorisches Können erweitern
Kompetenzen:
  • an die eigene Leistungsvoraussetzung angepasste Bewegungselemente ausführen und verbinden
  • Bewegungsaufgaben verantwortlich und selbstständig bzw. in Partner- oder Gruppenarbeit lösen
  • eine Bewegungsgestaltung entwickeln und mit Formen der Bewegung kreativ und produktiv umgehen
  • Aspekte der Sicherheit und Hilfeleistung berücksichtigen
Vorkenntnisse:
  • turnerische, akrobatische und tänzerische Vorkenntnisse
  • Grundlagen der Hilfestellung und Sicherheit

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Material-Nr.: 71125

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