Eins, zwei, Polizei – Kunstdidaktische Methoden der Bilderschließung im Politikunterricht

Demokratie und politisches System

Blick ins Material

Eins, zwei, Polizei – Kunstdidaktische Methoden der Bilderschließung im Politikunterricht

Demokratie und politisches System

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
36 Seiten (15,0 MB)
Verlag:
RAABE
Auflage:
(2018)
Fächer:
Sowi/Politik, Kunst/Werken

Nicht nur die Schüler werden in den Medien immer wieder mit Bildern konfrontiert, die ihre Meinungsbildung beeinflussen sollen. Sei es in Zeitungen, im Fernsehen oder in den sozialen Netzwerken – das Aufdecken von Beeinflussungsstrategien und Bildmitteln kann zu einem reflektierten Umgang mit politischen Bildern führen. Das Fach Bildende Kunst mit seinen in langer Tradition gewachsenen Methoden steht bei diesem Unterrichtsvorhaben methodisch Pate und bereichert somit den Politikunterricht durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Macht von Bildern.

Die Rezeption politischer Bilder wird hier anhand des Gegenstands Polizei zum unterrichtlichen Thema. Dieser lässt sich auf alle drei Basiskonzepte der politischen Bildung anwenden (Ordnung mit den daran gekoppelten Fachkonzepten Staat und Rechtsstaat, Entscheidung mit den Fachkonzepten Regierung und im Fall medial vermittelter Polizeibilder Massenmedien und Gemeinwohl mit den Fachkonzepten Freiheit und Sicherheit). So wird kumulatives Lernen im Sinne des unterrichtlichen Prinzips der Exemplarität ermöglicht und das Potenzial entwickelt, politische Vorstellungen umfassend anzureichern. Das Thema eignet sich auch deshalb besonders, da die Schüler sowohl lebensweltliche Bezüge und Alltagserfahrungen als auch diverse mediale Begegnungen in verschiedener Form mit der Polizei haben.

Ziel dieser Unterrichtseinheit ist – neben einem Überblick über das komplexe Themenfeld Polizei – politische Bilder mit Methoden aus der Kunstdidaktik erschließen zu können. Die handlungsorientierten Ansätze sollen den Schülern Möglichkeiten zur Reflexion bieten. Durch Eigentätigkeit wird der schwierige Komplex politischer Bilder für die Schüler erfahrbar. Nur durch die eigene Produktion und Anwendung der Inhalte lassen sich die medialen Beeinflussungsstrategien erfahren und nachhaltig verinnerlichen. Dazu werden verschiedene Methoden angewandt, wobei im Rahmen dieser Einheit die formelle Analyse nicht im Mittelpunkt steht:
  • Bildbeschreibung
  • Motivanalyse
  • Standbilder
  • Gegenperspektive
Stundenverlauf:
  • Stunde 1 Was Bilder mit uns machen – die Bildwirkung kennenlernen: Die Schüler üben die Methode der Bildbeschreibung als Vorbereitung auf die folgende Einheit. Sie erkennen, dass die Bildwirkung durch den Kontext maßgeblich beeinflusst wird.
  • Stunde 2/3 Die Motivanalyse – eine Rezeptionsmethode im Gruppenpuzzle üben: Mittels der Gruppenpuzzle-Methode erarbeiten die Schüler im Rahmen einer Motivanalyse Informationen über das Polizeisystem und erschließen sich auf diesem Weg ein Bild.
  • Stunde 4 Die Gegenperspektive und der Kontext – mit Standbildern und Zeichnungen Bilder erschließen: Die Schüler können nachvollziehen, dass ein Journalist beim Fotografieren immer eine bestimmte Perspektive einnimmt, von der es auch immer eine Gegenperspektive gibt und dass die gewählte Perspektive auch immer die Rezeption des Bildes in den Medien beeinflusst.
  • Stunde 5 Der Ausschnitt macht das Bild – einen Zeitungsartikel schreiben: Die Schüler beschäftigen sich mit dem Aspekt des Bildausschnittes und wie dieser vor allem in den Medien zur Manipulation der Bildrezeption genutzt werden kann.

Dauer: 6 Stunden

Inhalt:
  • Die Polizei als politischen Akteur der Exekutive innerhalb des deutschen Politiksystems begreifen
  • den Einfluss von Bildern in den Medien auf die gesellschaftliche Wahrnehmung der Polizei verstehen

Ihr Plus: Produktionsorientierte Bilderschließung anhand von aktuellen Pressefotos

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Material-Nr.: 70303

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