Macht und Ohnmacht der Herrscherinnen: Friedrich Schillers Tragödie "Maria Stuart

Ein historisches Drama untersuchen

Blick ins Material

Macht und Ohnmacht der Herrscherinnen: Friedrich Schillers Tragödie "Maria Stuart

Ein historisches Drama untersuchen

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
45 Seiten (16,6 MB)
Verlag:
RAABE Fachverlag für die Schule
Auflage:
(2016)
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

Das Drama „Maria Stuart“ bildet einen Schwerpunkt des Deutsch-Abiturs. Aber nicht nur dort, sondern auch in anderen Bundesländern sind Schillers Werke regelmäßig Thema der Abiturprüfungen. Seine Texte gehören zum Kanon der deutschsprachigen Literatur und sind aus dem gymnasialen Deutschunterricht nicht wegzudenken.

Die vorliegende Unterrichtseinheit konzentriert sich auf die Figuren als Beispiele menschlichen Verhaltens. Hierbei liegt der Fokus der Betrachtung auf den Antagonistinnen Maria und Elisabeth.

Als Einstieg in die Einheit beschreiben die Schülerinnen und Schüler einen Kupferstich, auf dem die Hinrichtung Marias abgebildet ist. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Figuren und den möglichen Handlungsablauf des Dramas und untersuchen die Gründe für Marias Gefangenschaft (Stunden 1 und 2). Der Kern der Reihe stellt die beiden Hauptfiguren, ihre Psychologie, den Antagonismus in ihren Persönlichkeitsprofilen und ihr Machtspiel in den Fokus (Stunden 3–8). Der methodische Schwerpunkt liegt dabei auf handlungs- und produktionsorientierten Verfahren wie dem Entwerfen von Figurinen, einem Rollenspiel zum Prozess gegen Maria, dem Skizzieren eines Storyboards und dem Verfassen von Subtexten. Die untergeordnete Rolle der Männer im Machtkampf der Frauen verstellt zunächst den Blick auf ihre wichtige Funktion als Kommentatoren und Motoren der Handlung. Diesem Aspekt widmen sich die Lernenden in den Stunden 9–11, indem sie eine Rollenbiografie für Shrewsbury und Burleigh schreiben, die Figurenkonstellation grafisch darstellen und Mortimers Verhalten analysieren. In der 12. Stunde analysieren die Schülerinnen und Schüler Maria als eine tragische Figur: ihre moralische Entlastung durch Schiller sowie ihrer Idealisierung zu einer moralisch erhabenen Figur. In den Stunden 13 und 14 beschäftigen sie sich mit der Gegenwartsbedeutung der Tragödie. Durch das Untersuchen des Dramenaufbaus und der Stoffreduktion zeigen sie, welches Konfliktdrama Schiller konstruiert hat und welch ein moderner „Drehbuchautor“ er ist. Eine abschließende Podiumsdiskussion als Rollenspiel ermöglicht ihnen, das Drama aus unterschiedlichen Perspektiven einzuschätzen und abschließend zu bewerten.

Dauer: 12–14 Stunden + LEK

Kompetenzen:
  • einen dramatischen Text unter Berücksichtigung grundlegender Strukturmerkmale der Gattung analysieren und deuten
  • literarische Figuren verstehen, ihre Motive, Gedanken und Gefühle nachvollziehen und bewerten
  • die Bedeutung eines klassischen Textes für die Gegenwart erfahren

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