Stationenlernen Chemie - Klasse 7-8

Fachwissen altersgerecht vermitteln im 7.-8. Schuljahr

Blick ins Material

Stationenlernen Chemie - Klasse 7-8

Fachwissen altersgerecht vermitteln im 7.-8. Schuljahr

Typ:
Stationenlernen / Lernzirkel
Umfang:
81 Seiten (12,2 MB)
Verlag:
Kohl Verlag
Autor:
Laber, Erich
Auflage:
2 (2020)
Fächer:
Chemie
Klassen:
7-8
Schultyp:
Gymnasium, Hauptschule, Realschule

Diese Lernwerkstatt zeigt den Schülerinnen und Schülern anhand von 36 Stationen alles Wissenswerte für den Chemieunterricht auf, was laut des Bildungsplans und der Vorgaben in der 7. und 8. Klasse Inhalt des Unterrichts ist.

Inhalt Stationenlernen:
  • Wasser
  • Luft
  • Metalle
  • Nahrungsmittel

Es ist nicht einfach, eine Sammlung von Experimenten für die Chemie zu erstellen, zumal in vielen Versuchen die Physik mit hineinspielt. Das ist vor allem in den Reihen zu Wasser und Luft der Fall; beim Thema Nahrungsmittel kommt man um die Rolle der Biologie kaum herum und im Übrigen wird die auf der Erde am häufigsten vorkommende chemische Reaktion, die Photosynthese – eigentlich eine Reduktion – gerade und ausgerechnet von der Biologie vereinnahmt. Genau betrachtet ist die klassische Physik viel älter als die Chemie. Die alten Griechen haben jahrhundertelang die Vorgaben klassifiziert mit ihren vier Elementen Erde, Luft, Feuer und Wasser. Sie haben sich in allen getäuscht: Das erste ist ein Konglomerat an verschiedenen Stoffen, das zweite stellt ein Gasgemisch dar, das dritte ist die chemische Reaktion mit Sauerstoff und das letzte eine chemische Verbindung. Im Mittelalter haben die Alchemisten das Bild geprägt, bei der Hennig Brand zwar den Phosphor als eine Ausschwemmung aus dem menschlichen Körper entdeckte, allerdings war der alchemistische Ansatz ein völlig falscher. Erst Antoine de Lavoisier hat um 1770 und Dimitrij Mendelejew hundert Jahre später mit seinem Periodensystem die chemische Grundlagenforschung richtig in Schwung gebracht.

Dieses oben erwähnte, die Fächer übergreifende Geschehen in den Naturwissenschaften hat in den Lehrplankommissionen und den Verwaltungen der Kultusministerien in vielen Ländern dazu geführt, dass die grundlegenden Naturwissenschaften zu „Sammelfächern“ wie MNT z. B. in Werkrealschulen oder NWA in Gemeinschaftsschulen zusammengefasst wurden. In Realschulen ging man ebenfalls entsprechend vor. Aufgrund ihrer Ausbildung sind jedoch viele der Kolleginnen und Kollegen immer noch in den ursprünglichen Fächern verhaftet und so tut sich ein ausgebildeter Biologe z. B. im Bereich der Physik schwer, dessen Sachverhalte angemessen zu vermitteln. In Lehrerseminaren kann man ausgewiesene Chemiker oder Physiker inzwischen mit der Lupe suchen und doch müssen ausreichend viele Lehrkräfte für die zusammengefassten Naturwissenschaften bereitstehen. Diesen sollen die Werke zum „Stationenlernen“ eine Hilfe sein. Ich habe mich bemüht, Experimente so darzustellen, dass die chemischen Grundlagen auf jeden Fall im Vordergrund der Experimente stehen, aber oft kommt man in den verschiedensten Zusammenhängen um die Physik oder Biologie einfach nicht herum. Die Verquickung ist aber legitim. Die Vorgehensweise bei der Vermittlung der Inhalte sollte in unserer Didaktik das sein, was unser Fach, bzw. unsere Fächer stark macht: Handlungsorientierte Vorgehensweise, oder wie es auf englisch heißt: „Learning by doing“. Experimente sind zwar in vielen Lehrbüchern enthalten, das sollte uns aber nicht genügen.

Die Naturwissenschaften wurden in der Geschichte des Lehrens und Lernens oft genug nur als Nebensächlichkeit abgetan. Erst Personen wie Isaak Newton oder Charles Darwin konnten überkommenes Denken aufbrechen und letztlich den „Sciences“ zu der angemessenen Würdigung verhelfen. Trotzdem spielen in den Schulen immer noch die althergebrachten Hauptfächer wie Mathematik, Deutsch und eine Fremdsprache die wesentliche Rolle. Bereits heute und in absehbarer Zukunft werden auch unsere bisherigen Nebenfächer zu der Rolle finden, die ihnen im gesellschaftlichen und technischen Kontext schlichtweg zustehen muss.

In diesem Sinne müssen wir die Chemie, als der Wissenschaft von den Stoffen, die um uns sind, die Physik als der Lehre von den Kräften bzw. den Wirkmechanismen der (noch) erfahrbaren Welt und die Biologie als Wissenschaft des Lebendigen und der Bedingungen für Pflanze, Tier und Mensch unbedingt ernst nehmen und sollten sie entsprechend vermitteln. Das Interesse seitens vieler Schülerinnen und Schüler ist vorhanden, seit es entsprechende Dokumentationen im Fernsehen, Wissenssendungen und Experimentierkästen gibt.

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Material-Nr.: 64657

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