Unser Gehirn: Entwicklung - Grenzen - Extreme

Spektrum der Wissenschaft Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung

Blick ins Material

Unser Gehirn: Entwicklung - Grenzen - Extreme

Spektrum der Wissenschaft Spezial Biologie - Medizin - Hirnforschung

Typ:
Zeitungsheft
Umfang:
84 Seiten (11,7 MB)
Verlag:
Spektrum der Wissenschaft
Auflage:
(2015)
Fächer:
Naturwissenschaft, Biologie
Klassen:
9-13
Schultyp:
Gymnasium

Entwicklung – Grenzen – Extreme

Die Hirnentwicklung gilt als ergiebiges Forschungsfeld, auf dem sich auch Hirnfunktionen entschlüsseln lassen. Dass Kleinkinder ihr Entwicklungspotenzial ohne den intensiven Austausch mit engen Kontaktpersonen nicht entfalten können, galt zwar für viele seit den Untersuchungen von John Bowlby (1907 – 1990) Mitte des 20. Jahrhunderts als gesichert. Doch erst Langzeitstudien an rumänischen Heimkindern haben die Plastizität des Kindergehirns, aber auch deren Grenzen in aller Dramatik aufgezeigt. Daneben enthält die vorliegende Nummer unter anderem mehrere Beiträge über die spektakulären internationalen Projekte, mit denen Forscher der immer noch rätselhaften Arbeitsweise unseres Denkorgans wieder ein Stück näher kommen möchten. Das sind Ansätze mit gigantischen, nie dagewesenen Dimensionen – und sie haben bereits unerwartete Einsichten gebracht, etwa über unterschiedliche Genaktivitätsmuster im Gehirn von Maus und Mensch. Das “Spektrum Spezial” Unser Gehirn gibt einen Überblick über neue Ergebnisse aus der Hirnforschung.

Inhalt:
  • Die Sprache des Gehirns: Für die Koordination der Hirnteile ist eine hochpräzise zeitliche Abfolge der elektrischen Signale (“Spike-Timing”) entscheidend. Sie beeinflusst sogar Aufmerksamkeit und Lernen.
  • Wie unser Gefühl für die Zeit entsteht: Das Gehirn scheint keine autonome Instanz für Zeitwahrnehmung zu haben. Vielmehr wirken Körperempfindungen darauf ein. Sie verhelfen zum Ich-Erleben und hierüber zum Zeitgefühl.
  • Im Kopf herrscht niemals Ruhe: Wenn wir versuchen, Denken und bewusstes Wahrnehmen abzuschalten, wird das Ruhestandardnetz aktiv. Vielleicht liefert seine Erforschung auch einen neuen Zugang zum Bewusstsein.
  • Die totale Erinnerung: Manche Menschen können sich an weit zurückliegende Ereignisse bis ins Detail erinnern. Zum Beispiel wissen sie auf Anhieb zu jedem beliebigen Tag, was an ihm geschah.
  • Schlafwandler als Mörder: Die Grenze zwischen Schlafen und Wachen ist lange nicht so strikt wie früher geglaubt. In Einzelfällen müssen Richter klären, ob ein Verbrechen beim Schlafwandeln begangen wurde.
  • Ein neues Kapitel der Hirnforschung: Mit interdisziplinären Großprogrammen wollen Neurowissenschaftler ergründen, wie das Gehirn beispielsweise Gefühle und Gedanken hervorbringt.
  • Unter Strom: Durch elektrische und magnetische Reize lässt sich das Gehirn beeinflussen. Mediziner erwarten davon neue Therapieansätze gegen Schmerzen, Depressionen und nach Schlaganfällen.
  • Die genetische Kartierung des menschlichen Gehirns: Jetzt gibt es die ersten hochauflösenden Karten von der Genaktivität in unserem Gehirn. Sie demonstrieren unter anderem, wie sehr wir uns darin von Mäusen unterscheiden.
  • Hilfe für autistische Kinder: Autismus und ähnliche Störungen stellen bislang ein medizinisches Rätsel ohne Aussicht auf Heilung dar. Doch einige Therapien haben sich nun bewährt und weitere werden erprobt.
  • Die entscheidenden zwei Jahre: In Pflegefamilien holten vernachlässigte rumänische Heimkinder ihre Entwicklungsrückstände teilweise auf – am besten, wenn sie spätestens im zweiten Lebensjahr dorthin kamen.
  • Neuroenhancement aus normativ-rechtlicher Sicht: Brauchen wir neue Gesetze, um zu regeln, inwieweit man mentale Fähigkeiten künstlich steigern darf?

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