Darwin - Ein Leben für die Evolutionstherorie

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Blick ins Material

Darwin - Ein Leben für die Evolutionstherorie

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Typ:
Zeitungsheft
Umfang:
106 Seiten (4,2 MB)
Verlag:
Spektrum der Wissenschaft
Autor:
Continenza, Barbara
Auflage:
(2009)
Fächer:
Biologie
Klassen:
9-13
Schultyp:
Gymnasium, Realschule

Wer Charles Darwin war, wissen wir mehr oder minder alle. Man kann es leicht auf Evolutionstheorie“. Schon in der Schule lernt man ihn kennen!

Heutzutage wissen die Kinder mehr über Dinosaurier als über Hühner, Kühe und andere domestizierte Tiere, die ihnen im übrigen ohnehin von der augenzwinkernden Reklame nur noch als Produzenten von verbrauchsgerecht abgepackten und mit Strohhalm versehenen Getränken oder von Überraschungseiern aus Schokolade präsentiert werden – all das ist offensichtlich ganz „natürlich“. Ebenfalls aus der Reklame sind wir gut informiert über die „Entwicklung“ der jüngsten „Spezies“ von Autos, Computern, Geschirrspülmaschinen und ähnlichem.

Wir leben in einer Welt mit rapider „Evolution“. Auch im Bereich der Kleidung gibt es eine sehr schnelle „Entwicklung“, die man allerdings nicht unbedingt als Fortschritt bezeichnen mag. Die ökonomische und kulturelle „Entwicklung“ der Dritten Welt gehört zu den erklärten Zielen der „entwickelten“ Industrieländer – die wiederum ihre eigene „Entwicklung“ zügeln müssen, denn sie hat ihnen zwar Wohlstand gebracht, erweist sich aber auch als unvereinbar mit dem Tempo und der Art der „natürlichen Evolution“. Die Schere, die sich zwischen „natürlicher Evolution“ und „kultureller Entwicklung“ auftut, stellt uns Menschen vor ein bislang unbekanntes Problem: die Wahl zwischen dem Überleben unserer Gattung und dem Überleben der gesamten natürlichen Welt.

So wird uns, hin- und hergerissen zwischen Katastrophenmeldungen auf der einen und unaufhaltsamem Fortschritt auf der anderen Seite, mehr und mehr bewußt, daß wir uns nunmehr unleugbar in der Situation von „entwickelten“ Menschen befi nden.

Was hat Darwin mit alledem zu tun? Ist es seine Schuld oder sein Verdienst, daß wir eine solche Sicht von der Welt und uns selbst haben? Oder sind wir nur einer intellektuellen Spielerei auf den Leim gegangen, bei der mit rein metaphorischen Hinweisen jongliert wird, mit unzweifelhaft suggestiven Begriffen wie „Entwicklung“, „Fortschritt“, „Überleben“? Hat seine Theorie – oder besser: haben die Begriffe seiner Theorie also nur eine Suggestion erzeugt, einen Sumpf von unerlaubten und ungerechtfertigten Gleichsetzungen?

Solche Fragen mögen an eine Passage aus Robert Musils Epochenroman „Der Mann ohne Eigenschaften“ erinnern: „Stell dir bloß vor, wie das heute vor sich geht: Wenn ein bedeutender Mann eine Idee in die Welt setzt, so wird sie sogleich von einem Verteilungsvorgang ergriffen, der aus Zuneigung und Abneigung besteht; zunächst reißen die Bewunderer große Fetzen daraus, so wie sie ihnen passen, und verzerren ihren Meister wie die Füchse das Aas, dann vernichten die Gegner die schwachen Stellen, und über kurz bleibt von keiner Leistung mehr übrig als ein Aphorismenvorrat, aus dem sich Freund und Feind, wie es ihnen paßt, bedienen. Die Folge ist eine allgemeine Vieldeutigkeit. Es gibt kein Ja, an dem nicht ein Nein hinge. Du kannst tun, was du willst, so findest du zwanzig der schönsten Ideen, die dafür, und wenn du willst, zwanzig, die dagegen sind. Man könnte fast schon glauben, es ist wie in der Liebe und im Haß und beim Hunger, wo der Geschmack verschieden sein muß, damit jeder zum Seinen kommt.“

Inhalt:

Die Großen der Wissenschaft

Evolution / Revolution:
  • Unvermittelt taucht der Darwinismus als eine neue Konzeption der Welt auf, und in diesem Sinne pflegt man heute von der „Darwinschen Revolution“ zu sprechen.
Der hippocampus minor: Mensch und Affe
  • Nach der Entdeckung der Menschenaffen fürchten die Befürworter der Konstanz der Arten und die Kreationisten, durch die Gleichsetzung von Affe und Mensch könne ein unseliger Verfall der Moral eintreten.
Die Entwicklungsjahre:
  • Eine Familie mit soliden Grundlagen; Studien und Entwicklung des Naturforschers; Begegnungen und Bücher, die sein wissenschaftliches Denken beeinflussen.
Die lange Fahrt an Bord der Beagle
  • Als Darwin aufbricht, ist er ein junger Mann von 22 Jahren mit guten Grundkenntnissen in Naturkunde. Bei seiner Rückkehr ist er bereits berühmt; aber seine Theorie zeichnet sich erst in Umrissen ab.
Die Rückkehr: “Meine Theorie” entsteht:
  • Die auf der Reise gesammelten Materialien vertraut Darwin Experten an und beginnt seine „Notizbücher“ zu verfassen. Darin gebraucht er wiederholt den Ausdruck „my theory“, geht aber damit noch nicht an die Öffentlichkeit.
Der Kampf ums Dasein: eine Idee, mit der man arbeiten kann
  • Nachdem Darwin zu dem Schluß gekommen ist, daß die Arten sich graduell verändern, muß er die erstaunliche Anpassung an die Umwelt erklären. Durch Malthus gelangt er zur Analogie zwischen künstlicher und natürlicher Zuchtwahl.
Das Privatleben: familiäre Liebe und innere Kraft:
  • Hochzeit, Kinder, Krankheit: Persönliche Wechselfälle und intensives Nachdenken spitzen Darwins inneren Konfl ikt mit der Religion zu. Eine Lösung fi ndet er im Agnostizismus.
Die Variation: “Ich habe diese Arten verflucht”:
  • In den Jahren 1842 und 1844 schreibt Darwin zwei Entwürfe seiner Theorie; darin ordnet er seine Gedanken und Beobachtungen und sammelt neue Daten. Acht Jahre widmet er der systematischen Arbeit über die Cirripedien.
Die “Darwinisten”:
  • Ein ausgewählter Kreis befreundeter Naturforscher erhält Einblick in die neue Theorie. Doch im Sommer 1858 – Darwin ist gerade mit einer dritten Überarbeitung beschäftigt – erreicht ihn ein Artikel von Wallace.
Die Entstehung der Arten:
  • Nach zwanzigjähriger Arbeit erscheint Darwins Hauptwerk. Es folgen weitere Aufl agen, in denen er sukzessive auf die Kritik an seiner Abstammungslehre eingeht.
Zur Naturgeschichte des Geistes:
  • „Licht wird auch fallen auf den Menschen und seine Geschichte“, schreibt Darwin am Ende der „Entstehung der Arten“. Nach langem Schweigen wendet er sich in den siebziger Jahren diesem großen Thema zu.

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