Epigenetik - wie die Umwelt unser Erbgut beeinflusst

Spektrum der Wissenschaft kompakt

Blick ins Material

Epigenetik - wie die Umwelt unser Erbgut beeinflusst

Spektrum der Wissenschaft kompakt

Typ:
Zeitungsheft
Umfang:
61 Seiten (6,0 MB)
Verlag:
Spektrum der Wissenschaft
Auflage:
(2015)
Fächer:
Biologie, Naturwissenschaft
Klassen:
9-13
Schultyp:
Gymnasium, Realschule

Wir vererben unseren Kindern weit mehr als nur Teile unserer Gene. Denn seit einigen Jahren mehren sich die Hinweise, dass sich Erfahrungen auf unser Erbgut auswirken und es nachhaltig verändern. So nachhaltig, dass manche dieser Umbauarbeiten im Genom an die nächste und sogar noch weitere Generationen weitergegeben werden – weshalb beispielsweise Mäusekinder ähnlich ängstlich auf bestimmte Gerüche reagieren, mit denen ihre Großeltern schlechte Erfahrungen machten. Darin findet sich auch eine Erklärung, warum Kriegskinder später selbst eher kleine Kinder zur Welt brachten, obwohl längst kein Mangel mehr herrschte. Der Fachbegriff dafür lautet Epigenetik – ein ganz besonderes Tool aus der Trickkiste des Lebens. Anhand verschiedener Beispiele aus der aktuellen Forschung stellen wir Ihnen diesen übergeordneten Regulationsmechanismus vor.

Inhalt:
  • Epigenetik: Die Epigenetik ist ein ganz besonderes Tool aus der Trickkiste des Lebens. Mit diesem übergeordneten Regulationsmechanismus steuern Zellen die Aktivität ihrer Gene.
  • Vaters Erbsünde: Für die Vererbung ist wahrscheinlich nicht allein das Genom entscheidend. Bislang weiß allerdings niemand so genau, welche Mechanismen noch eine Rolle spielen.
  • Ins Erbgut eingebrannt: Traumatische Kindheitserfahrungen schlagen sich in epigenetischen Veränderungen nieder.
  • Mäusekinder erben Erfahrungen der Großeltern: Forscher sind auf ein erstaunliches Beispiel epigenetischer Vererbung gestoßen: Die Furcht vor einem bestimmten Geruch beeinflusst den Nachwuchs noch in der dritten Generation.
  • Schiebt es nicht auf die Mütter! Welche Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben gesundheitliche Einflüsse seiner Vorfahren? Das ist ungeklärt, führt aber zu erregten Diskussionen, warnen Forscher.
  • Angst im Genom: Vor gut 200 Jahren galt es noch als gut möglich, vor 50 Jahren längst als lachhaft: Die Umwelt verändert, was wir unseren Kindern vererben. Beeinflusst Krieg unsere Gene?
  • Rauchen verändert die DNA von Kindern im Mutterleib: Rauchen während der Schwangerschaft verändert die DNA-Methylierungsmuster des ungeborenen Kindes.
  • Verändert Kaiserschnitt die Epigenetik? Per Kaiserschnitt geborene Babys leiden später öfter unter Autoimmunkrankheiten. Womöglich sind epigenetische Veränderungen schuld
  • Die Epigenetik neurodegenerativer Erkrankungen: Bei Leiden wie der Alzheimerdemenz gehen mit der Zeit immer mehr Nervenzellen im Gehirn zu Grunde. Dabei spielen epigenetische Mechnismen eine Rolle.
  • Auf ein paar Monate genau: Der Biomathematiker Steve Horvath hat eine verblüffend präzise Uhr im Körper gefunden: An fast jeder Zelle lässt sich nun ablesen, wie alt wir sind – und zwar auf Monate genau.

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Material-Nr.: 62732

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