Eine Lobby für Not leidende Kinder: Die UNICEF

Ideenbörse Hauptschule - Gesellschaftslehre

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Eine Lobby für Not leidende Kinder: Die UNICEF

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Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
44 Seiten (0,3 MB)
Verlag:
Mediengruppe Oberfranken
Auflage:
(2002)
Fächer:
Sowi/Politik, AWT
Klassen:
7-9
Schultyp:
Hauptschule, Gymnasium, Realschule

Über das ganze Jahr verstreut finden in vielen Schulen und Kirchengemeinden soziale Aktionen für einen guten Zweck statt. Auf Bazaren (Advent, Fastenzeit, Schulfeste, usw.) können in Handarbeit erstellte Erzeugnisse erworben werden. Oft findet man auf den Verkaufstischen schmuckvoll gestaltete Grußkarten, welche – zusammen mit den dazugehörenden Briefumschlägen – von dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in nahezu allen Ländern zum Kauf angeboten werden. Doch für welche Aufgaben verwendet UNICEF den Erlös dieses weltweiten Kartenverkaufs, für welche Maßnahmen werden die von den nationalen UNICEF-Komitees gesammelten Spendengelder benötigt?

Um Kindern und Jugendlichen ansatzweise eine Vorstellung über die umfassende Arbeit dieser Hilfsorganisation zu ermöglichen, sollen die Schüler beispielhaft die UNICEF-Aktion „Kleine Hände – krummer Rücken“ kennen lernen. Dabei geht es in dieser Unterrichtsreihe allerdings nicht nur um das Vorstellen von Hilfsprogrammen für die Verbesserung der Lebenschancen von Kindern in der Dritten Welt, sondern auch um das Bewusst-Machen des ethischen Fundaments dieses engagierten Handelns: Der unermüdliche Kampf für die Verwirklichung der Menschenrechte ist eine Hauptaufgabe demokratischen Handelns und umfasst alle Politikbereiche des sozialen Bedingungsfelds.

Menschen haben Rechte, Arbeiter haben Rechte, Frauen haben Rechte. Doch wie verhält es sich mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen? Vor einhundert Jahren – im Jahr 1900 – proklamierte die Schriftstellerin Ellen Key das „Jahrhundert des Kindes“; der Titel ihres gleichnamigen Buchs sollte Erzieher wie Politiker in die Pflicht nehmen, die Bedürfnisse und Interessen der Kinder in dem sozialen Bedingungsfeld stärker zu berücksichtigen. Doch erst am Ende des 20. Jahrhunderts wurde eine „Konvention über die Rechte des Kindes“ von der UNO beschlossen.

Die Unterrichtsreihe beginnt mit einem visuellen Einstieg: Mithilfe der Folie „Gefährliches Abenteuer mit dem Heißluftballon“ (vgl. Texte und Materialien M 1) erfährt die Lehrkraft nicht nur, welches Vorwissen die Jugendlichen zum Thema der Einheit bereits mitbringen. Sie bringt ebenso in Erfahrung, wie die Schüler möglicherweise sozialkundliches und politisches Wissen oder aber auch ihr Alltagswissen einsetzen um das Folienbild deuten und somit verstehen zu können. Zudem ermöglicht die Visualisierung des Themeneinstiegs auch den ausgesiedelten und ausländischen Schülern mit Sprachdefiziten einen erleichternden Zugang zum Verständnis des Themenkomplexes.

Nun beginnt das Ballonspiel: Der mit Kinderrechten überladene Ballon droht zu sinken und weniger bedeutsam erscheinende Rechte sollen „abgeworfen“ werden: Anhand einer persönlichen Prioritätenliste (vgl. Texte und Materialien M 2) wägen die Schüler die Rechte aus ihrer Sicht ab und dokumentieren ihre „Gewichtung“ durch Erstellen einer Rangfolge. Mithilfe der Materialien M 3 und M 4 erstellen sie anschließend (durch Übertragung ihrer individuellen Entscheidung in ein Folienraster) ein Klassenprofil und können nun durch den Vergleich des Klassenprofils mit ihrer eigenen Prioritätensetzung Übereinstim- mungen und Abweichungen feststellen. Ein motivierendes Gitterrätsel (vgl. Texte und Materialien M 5 bis M 7) schließt die Reflexion zum Thema „Was Kinder benötigen“ ab.

Nun werden die Schüler mit dem Schaubild „Kinderarbeit in der Dritten Welt“ (vgl. Texte und Materialien M 8) konfrontiert. Die Auseinandersetzung mit den Aussagen dieses Bilds sensibilisiert die Schüler für die nun folgende Erarbeitung der zentralen Fragestellung, welche Maßnahmen die UNICEF durchführt um den arbeitenden Kindern zu ihrem Recht auf Schulbildung, aber auch zu anderen Rechten zu verhelfen. Die Sachtexte „Fünf Programme gegen Kinderarbeit“ (vgl. Texte und Materialien M 9 bis M 13) stellen fünf länderspezifische Hilfsprogramme vor, welche den arbeitenden Kindern den Schulbesuch ermöglichen sollen. Die vielfältigen Aspekte, die in der komprimierten Basisinformation angesprochen werden, lassen einen Wechsel der Unterrichtsform für geboten erscheinen: In arbeitsgleichen Gruppen werden die Aufgaben bearbeitet und anschließend mithilfe der Ergebnis-Folien (vgl. Texte und Materialien M 14 bis M 18) erläutert. Eine alternative Verlaufsplanung zeigt auch Möglichkeiten der Einzelarbeit auf (Lehrer-Kontrollblätter: Texte und Materialien M 19 bis M 23).

Zum Abschluss der Unterrichtsreihe werden die Schüler mit einem kombinierten Silben- und Kreuzworträtsel (vgl. Texte und Materialien M 24) noch einmal zu einer Internalisierung wesentlicher Sachverhalte motiviert: Sie verinnerlichen die umfassende Bedeutung der Rechte auf Gesundheit, auf Schulbildung und auf Schutz vor Ausbeutung. Das Lösungswort Lateinamerika weist auf einen Kontinent hin, wo zahlreiche elementare Kinder- und Jugendrechte grob missachtetet werden. Die Lösungen des Rätsels befinden sich auf dem Lehrer-Kontrollblatt M 25.

Kompetenzen und Unterrichtsinhalte:
  • Die Schüler sollen die Bedeutung und die Konsequenzen der Kinderrechte reflektieren
  • Die Schüler sollen eine Vorstellung über das quantitative Ausmaß der Kinderarbeit in der Dritten Welt erhalten
  • Die Schüler sollen die UNICEF-Aktion Kleine Hände – krummer Rücken kennen lernen
  • Die Schüler sollen erfahren, dass Stipendienvergaben und Aufklärungskampagnen bedeutsame Elemente im Kampf gegen die Kinderarbeit darstellen
  • Die Schüler sollen die umfassende Bedeutung der Rechte auf Gesundheit, auf Schulbildung und auf Schutz vor Ausbeutung verinnerlichen.
Die einzelnen Unterrichtsschritte im Überblick:
  • 1. Schritt: Visualisierung mihilfe des Schaubilds „Gefährliches Abenteuer mit dem Heißluftballon“
  • 2. Schritt: Hinführung durch das Ballonspiel: Erste Gewichtung der Kinderrechte
  • 3. Schritt: Vertiefung: Erstellen einer persönlichen Prioritätenliste und eines Klassenprofils
  • 4. Schritt: Verinnerlichung durch Gitterrätsel: „Was Kinder benötigen“
  • 5. Schritt: Konfrontation mithilfe des Schaubilds „Kinderarbeit in der Dritten Welt“
  • 6. Schritt (Alternative I): Erarbeitung: Fünf Programme gegen Kinderarbeit (Gruppenarbeit)
  • 7. Schritt (Alternative I): Auswertung durch sukzessives Vortragen der Ergebnisse (Gruppenarbeit)
  • 8. Schritt (Alternative II): Erarbeitung: Fünf Programme gegen Kinderarbeit (Einzelarbeit)
  • 9. Schritt (Alternative II): Auswertung durch sukzessive Ergebnis-Besprechung (Einzelarbeit)
  • 10. Schritt: Internalisierung durch kombiniertes Silben- und Kreuzworträtsel

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Material-Nr.: 60950

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