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Christmas Visions and Wishes

Verschiedene englische Aktivitäten zu Weihnachten

Blick ins Material

Christmas Visions and Wishes

Verschiedene englische Aktivitäten zu Weihnachten

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
27 Seiten (0,8 MB)
Verlag:
Mediengruppe Oberfranken
Auflage:
(2006)
Fächer:
Englisch
Klassen:
7-9
Schultyp:
Gymnasium, Hauptschule, Realschule

Die Unterrichtseinheit “Christmas Visions and Wishes” ist für Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 besonders geeignet. Sie kann jedoch in Teilen auch in anderen Klassenstufen eingesetzt werden. Das Thema Christmas spielt in der Schule um die Weihnachtszeit in jeder Klassenstufe eine Rolle. Naturgemäß stehen dabei affektive Lernziele im Vordergrund. Mit den aufsteigenden Lernjahren kommen freilich mehr sprachliche und außersprachliche Ziele hinzu. Die vorliegende Unterrichtseinheit trägt dem Rechnung, indem sie angefangen vom Weihnachtslied über eine auch für das Nachspielen geeignete Weihnachtsgeschichte bis hin zu einer fächerübergreifenden Sachübung (bezogen auf die unterschiedlichen Schneeverhältnisse in verschiedenen Regionen der USA) unterschiedliche didaktische und landeskundliche Ziele verfolgt.

Die Jahreszeit mit ihrer immer früher einsetzenden, unvermeidlichen kommerziellen Prägung und insbesondere die Adventszeit sind im Grunde ein ausreichender Einstieg in diese Unterrichtsthematik. Wenn die Lehrkraft aber eine besondere Art der Hinführung zum Thema sucht, dann bietet sich auch ein ganz anderes Vorgehen an. Zum Beispiel kann sie die Schüler im Lehrervortrag mit den Weihnachtstraditionen in einem der englischsprachigen Länder bekannt machen.

In England zum Beispiel wurden im Jahre 1644 die Weihnachtsfeierlichkeiten für zwölf Jahre verboten. Christmas war nach der Meinung der Puritaner zu eng mit heidnischen Riten verknüpft. Die Kirchen wurden gewaltsam geschlossen, während die Geschäfte offen gehalten wurden. (Die vergleichende Erörterung der Ladenöffnungszeiten in Deutschland bleibt dem Ermessen der Lehrkraft oder der Anregung der Schüler überlassen.) Bis 1752 galt in England der Julianische Kalender. Daher wurde Christmas früher am 6. Januar (Twelfth Night) gefeiert. Nachdem der Gregorianische Kalender eingeführt wurde, fiel Weihnachten aber auf den 25. Dezember.

Am Christmas Eve hängen die Kinder möglichst große “stockings” an den Kamin oder manchmal auch an ihr Bett. Bis nach der Mitternachtsmesse oder zum Morgen des Weihnachtstags hat Father Christmas, der traditionsgemäß durch den Kamin heruntergestiegen ist, sie dann mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten gefüllt (stocking ?llers). Die größeren Geschenke für die Kinder liegen unterm Baum. Die Älteren öffnen ihre Geschenke, wann immer es sich anbietet, z.B. vor dem Dinner.

In der Weihnachtszeit geht es in Großbritannien eher fröhlich zu. Traditionell besucht man Pantomimen. Das sind ausgelassen fröhliche (jolly) Aufführungen von Märchen oder Geschichten (2006 wurde in Oxford zum Beispiel “Mother Goose” aufgeführt). Die Pantomimen sind bei Kindern und Erwachsenen so beliebt, dass Karten dafür manchmal schon Monate vorher bestellt werden müssen. In London knipst Father Christmas die Lampen in Covent Garden selbst an. Der wunderschöne Baum am Trafalgar Square krönt das weihnachtliche Flair.

Mistelzweige verzieren die Türrahmen der Häuser. “On Christmas Day” darf jede Frau und jedes Mädchen geküsst werden, die unter dem Mistelzweig angetroffen werden. Ein Brauch, den man auch in Deutschland kennt und in manchem Hause gern ausübt.

Christmas Crackers mit lustigen Überraschungen darin haben in Großbritannien eine lange Tradition, die sich bis in die viktorianische Epoche zurückverfolgen lässt. Auch diese Tradition wurde in den USA übernommen, wo Father Christmas übrigens den Namen Santa Claus oder Saint Nicholas trägt. Allerdings sind es dort nicht Knaller zum Ziehen, sondern eher Tischfeuerwerk. In beiden Ländern gibt es Crackers als komplette Bastelsets mitsamt Verpackung, Zündschnur und Inhalt zu kaufen. Die Crackers geben am Christmas Eve zuerst eine farbige Dekoration auf dem Esstisch ab. Nach dem Dinner halten je zwei Personen einen Cracker fest, ziehen, es knallt … und alle haben großen Spaß. Die zerrissenen Enden aus Krepppapier (crowns) behalten dann alle mit größter Gaudi den ganzen Abend auf dem Kopf. Eine Anregung zur Verwendung von Crackers auf der Weihnachtsparty der Klasse enthält auch diese Unterrichtseinheit.

Das Essen zu Weihnachten ist eine Geschichte für sich und soll hier nicht länger erörtert werden. Nur so viel: Typische Gerichte sind natürlich Turkey, Christmas Pudding und Christmas Cake.

Am Boxing Day, dem 26. Dezember (oder auch schon am 25.12.) besuchen die Briten ihre Freunde und Bekannten und bringen ihnen etwas mit. Der Name dieses Tages soll nach einer Auslegung von den Päckchen kommen, in denen z.B. die Dienstboten ihre Weihnachtsgeschenke erhielten. Eine andere plausible Erklärung ist aber auch der Hinweis auf die milden Gaben, die in früheren Jahrhunderten die Kirchen für ihre Opferstöcke (alms boxes) erbaten. Am Boxing Day beginnt übrigens in Großbritannien der große Ausverkauf und – im Gegensatz zum Tag zuvor, an dem nicht einmal öffentliche Verkehrsmittel fahren – herrscht an diesem Tag rege Geschäftigkeit auf den Straßen und in den Geschäften.

Eine Besonderheit in Großbritannien besteht wie ähnlich auch in den USA darin, dass pünktlich am letzten Wochenende im Dezember, spätestens jedoch in der zweiten Dezemberwoche jeder, der etwas auf sich hält, möglichst viele Weihnachtskarten (Christmas cards) schickt oder überreicht, auf denen nach dem “To (name)” der Adressat und darunter lediglich der Absender eingetragen wird, vielleicht davor noch mit “Love (name)” ergänzt. In der Karte steht also eigentlich nichts oder wenig drin. Manches Haus sammelt auf diese Weise eine Unmenge an Karten. Diese werden dann quer durchs Wohnzimmer auf einem Strick aufgereiht oder einfach an irgendeiner Stelle im Haus gestapelt.

Ein vor allem in den englischsprachigen Ländern eng mit Weihnachten verbundenes, von Amerika kommendes, aber inzwischen weltweit verbreitetes Symbol ist das Ren oder Rentier. Zum Symbol für Weihnachten wurde das Ren erst vor etwas mehr als 100 Jahren. Das wirkliche Ren lebt in den Tundren von Nord-Eurasien, Kanada und Grönland. Es ist heute ein arktisches Tier, war aber einst auch in Teilen der gemäßigten Zonen verbreitet. Es wurde als einziger Vertreter der Hirsche domestiziert, und nur bei dieser Art tragen auch die Weibchen ein Geweih. Deshalb sehen wir auf allen Bildern von Santa und seinem Schlitten Rentiere mit großem, schönem Geweih, wie es natürlich auch der im Lied besungene Rudolph, the red-nosed reindeer hat.

Je nach der Klassenstufe und den Absichten der Lehrkraft können Teile der Unterrichtseinheit auch isoliert verwendet werden. Aus den gleichen Intentionen heraus kann die Lehrkraft die Annotations dem Lernstand der Schüler anpassen, Übungen weglassen oder hinzufügen. Im Vordergrund aller Übungen sollten jedoch der Wissensdurst, der Spaß und die Freude stehen, die die Schüler haben, wenn sie etwas Interessantes bzw. Lustiges über christliche Bräuche und Traditionen lesen oder hören und wenn sie diese aus eigener Anschauung erleben.

Kompetenzen und Unterrichtsinhalte:

Die Schüler sollen
  • Spaß an verschiedenen englischsprachigen Aktivitäten zu Weihnachten haben
  • eventuell eine Christmas Party vorbereiten und feiern
  • angeregt werden, englische Weihnachtslieder zu singen
  • eine humorvolle Weihnachtsgeschichte lesen und wiedergeben können
  • christliche weihnachtliche Bräuche aus Großbritannien, den USA und anderen Ländern der Welt kennen lernen
  • Weihnachts- und Neujahrsbräuche anderer Völker und Religionen selbst erkunden und in einem Poster präsentieren
  • Lexik zum Thema Christmas wiederholen und festigen bzw. neue Vokabeln und Wendungen lernen
  • Weihnachtsrezepte lesen und übersetzen können und ein Rezept ausprobieren
  • sich über Attribute des Weihnachtsfests Gedanken machen und ihre eigenen Vorstellungen davon, was am Weihnachtsfest wichtig für sie ist, erörtern können
  • sich dem Thema Weiße Weihnacht in den USA in einem Song und fächerübergreifend aus geografischer Sicht nähern.

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(Nr. 60933)

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