Lektüren im Unterricht: Remarque - Im Westen nichts Neues

Literatur fertig für den Unterricht aufbereitet

Blick ins Material

Lektüren im Unterricht: Remarque - Im Westen nichts Neues

Literatur fertig für den Unterricht aufbereitet

Typ:
Arbeitsblätter / Unterrichtseinheit
Umfang:
89 Seiten (1,0 MB)
Verlag:
School-Scout
Autor:
Throckmorton, Thomas
Auflage:
(2014)
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

“Lektüren im Unterricht” gibt Ihnen alle notwendigen Unterrichtshilfen und Arbeitsblätter an die Hand, um Erich Maria Remarques Roman “Im Westen nichts Neues” im Unterricht zu erarbeiten und Ihre Schülerinnen und Schüler so bestmöglich auf die zentralen Abiturprüfungen vorzubereiten. Im Fokus steht dabei die möglichst selbstorganisierte Erarbeitung der Lektüre.

Das Material bietet umfangreiche und didaktisch aufbereitete Arbeitsblätter sowie Kopiervorlagen für den direkten Einsatz in verschiedenen Phasen der Lektürearbeit. Ein strukturierter und differenzierter Leseprozess wird dadurch angeleitet, die weitere Bearbeitung im Unterricht maßgeblich erleichtert. Aufgaben zur Interpretation leiten gezielt bei der Erarbeitung des Werkes an, die durch eine genaue Inhaltsangabe sowie tiefergehende Charakterisierungen unterstützt wird. Arbeitsblätter zur Leistungsüberprüfung sowie eine abschließende Klausur mit Erwartungshorizont und ausführlicher Musterlösung können zur Klausurvorbereitung sowie zur Selbstüberprüfung herangezogen werden.

Der Roman “Im Westen nichts Neues”, berichtet aus der Perspektive eines Ich-Erzählers vom Schicksal einer Oberstufenklasse, die sich im 1. Weltkrieg freiwillig gemeldet hatte und an der Westfront kämpfte. In verschiedenen Episoden werden in einer relativ nüchternen und präzisen Sprache der Schrecken und die Brutalität der Front, das von Späßen und Verdrängung geprägte stumpfe Soldatenleben im Hinterland, das Leiden im Lazarett und die inneren Konflikte während des Fronturlaubs geschildert.

Der Ich-Erzähler Paul Bäumer kommentiert das Erlebte und reflektiert über die Auswirkungen des Krieges auf seine Generation, die durch Abstumpfung, Depression und Perspektivlosigkeit als eine verlorene Generation beschrieben wird.

Auf diese Weise gelang es Remarque, ganz ohne eine politische Einschätzung des Krieges oder seiner Einordnung in größere Zusammenhänge ein Manifest gegen den Krieg zu verfassen und gegen das, was er an äußerlichen und innerlichen Spuren bei den Menschen hinterlässt.

Inhalt:

  • Didaktische Hintergrundinformationen
  • Zusammenfassung, Textanalyse & Interpretation
  • Charakterisierung der Hauptpersonen (Paul Bäumer, Stanislaus Katczinski, Müller, Leer, Albert Kropp, Haie Westhus, Detering, Himmelstoß, Tjaden, Kantorek)
  • Arbeitsblätter zur Erarbeitung der Lektüre im Unterricht (Aufbau, Form, Personenkonstellation, Sprache & Inhalt von Im Westen nichts Neues)
  • Kompaktes Prüfungswissen in Frage und Antwort
  • Anregungen & Hinweise zur Erstellung von Klausuren
  • Direkt einsetzbare Klausur (Gespräch zwischen Paul Bäumer und seinen Kameraden in Kapitel 5, S. 64-67)

Textauszug:

Erich Maria Remarque: “Im Westen nichts Neues” – Eigenarten, Probleme, Chancen

Epoche

Sowohl zeitlich als auch stilistisch lässt sich „Im Westen nichts Neues“ der literarischen Strömung der Neuen Sachlichkeit zuordnen, die in der Weimarer Republik eine dominante Richtung war. In einer – von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, wenn Paul Bäumer ins Poetische verfällt – schlichten und stets leicht verständlichen Sprache wird der Krieg möglichst realitätsnah dargestellt. Der dokumentarische Zug, den das Werk dadurch erhält, wird noch dadurch hervorgehoben, dass verschiedenste Abschnitte eines Infanteristenlebens (Front, Hinterland, Heimaturlaub, Lazarett) behandelt werden. Auch die Form des Romans kommt in seinem episodischen Aufbau (vgl. Charakteristika) schnörkellos daher. Auf diese Weise wird ein (scheinbar) präzises Bild einer ganzen Generation gezeichnet (vgl. Leitthemen). Schlichtheit, realistische Darstellung und gesellschaftliche Relevanz gelten als typisch für die „Neue Sachlichkeit.“

Trotzdem ist Remarques Roman nicht in erster Linie ein Werk der „Neuen Sachlichkeit“, sondern vor allem ein Kriegsroman. „Im Westen nichts Neues“ stellt mit einer Auflage von über 8 Millionen und Übersetzungen in 30 Sprachen dabei nur das erfolgreichste von zahlreichen Büchern dar, die zur Zeit der Weimarer Republik erschienen und sich mit dem 1. Weltkrieg auseinandersetzten. Andere bekannte Beispiele sind etwa Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“, Ludwig Renns „Krieg“ oder Edlef Köppens „Heeresbericht“. Man kann die Kriegsliteratur jener Zeit als eine Spielart der „Neuen Sachlichkeit“ betrachten oder aber als ein Genre, das sich teilweise bei den Methoden der Strömung bediente. Um nicht glorifizierende Erzählungen vom Krieg zu schreiben, bot sich der sachliche Stil schließlich durchaus an.

Ein unpolitischer Antikriegsroman (?)

Remarque betonte stets, dass sein Roman nicht politisch sei. „Im Westen nichts Neues“ konzentriert sich auf das unmittelbare Erleben der Soldaten. Die gesellschaftlichen Umstände des Krieges, seine politischen Ursachen, wirtschaftlichen Zusammenhänge oder dergleichen spielen hingegen insofern keine Rolle, als dass der Krieg nicht analysiert wird. Stattdessen werden seine konkreten Auswirkungen auf die Menschen aus ihrer Perspektive behandelt.

Der Roman liefert also keine Analyse des Krieges oder eine Bewertung des Gesamtgeschehens. Aus diesem Grund verwahrte sich Remarque immer vor der Behauptung, er habe ein politisches Buch verfasst. Für ihn war auch immer sehr wichtig, nicht von einem bestimmten politischen Lager eingenommen zu werden. Andererseits verkündet der Roman eindeutig eine politische Botschaft und zwar gegen den Krieg („Es darf nie wieder geschehen.“ Kap. 9, S. 156). Aber nicht alleine deshalb kann man ihn als politisch bezeichnen. Hinzu kommt nämlich die Kritik an den Älteren und den Autoritäten, die die junge Generation mit ihren Parolen betrogen (siehe den Lehrer Kantorek, Kap. 1, S. 17-19) und auf dem Kasernenhof geschliffen haben (siehe den Ausbilder Himmelstoß, Kap. 2, S. 24-27). Diese Kritik an den alten Eliten des Kaiserreiches ist ohne Probleme als politisches Statement zu verstehen (siehe dazu Leitthemen). Außerdem gibt es Momente, in denen über die Verantwortlichen des Krieges gesprochen wird, auch wenn diese Kritik nicht im Vordergrund steht. Schon beim Anblick der Kriegsgefangenen ahnt der Erzähler, dass sie nur durch die Entscheidungen der Eliten zu Feinden wurden (Kap. 8, S. 135). In Kapitel 9 schließlich diskutieren die Kameraden über Kriegsursachen und –Verantwortliche sowie die Frage, ob eine Seite überhaupt im Recht sei (Kap. 9, S. 141-143). Im Roman kommt also durchaus Kritik an den Verursachern des Krieges usw. auf, nur stehen diese Aspekte nicht im Zentrum.

Trotzdem ist „Im Westen nichts Neues“ keiner spezifisch linken oder rechten Ideologie verpflichtet, deren Kampf die Zeit der Weimarer Republik prägte. Das meinte Remarque, wenn er sein Werk als unpolitisch bezeichnete.

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Material-Nr.: 59874

Aus der Reihe Lektüren im Unterricht - Oberstufe und Abitur

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