Spielen wie anno dazumal

Spielanleitungen zu antiken Spielen formulieren

Blick ins Material

Spielen wie anno dazumal

Spielanleitungen zu antiken Spielen formulieren

Typ:
Arbeitsblätter / Unterrichtseinheit / Lernspiel
Umfang:
32 Seiten (3,4 MB)
Verlag:
RAABE Fachverlag für die Schule
Auflage:
(2013)
Fächer:
Deutsch, Geschichte
Klassen:
6-7
Schultyp:
Gymnasium

Schreibübungen im Deutschunterricht haben oft etwas Künstliches an sich. Begründet wird die Gestaltung der Übungsblätter oft mit der Konzentration auf bestimmte Probleme der Grammatik, die durch Wiederholung und einen hohen Grad an Abstraktion besser geübt werden können. Unbestritten ist aber, dass vor allem über das Verfassen von konkreten Texten sprachliche und grammatikalische Fertigkeiten geübt werden können. Der vorliegende Beitrag geht diesen Weg, indem er den Aufbau und die sprachliche Gestaltung von antiken Spielregeln thematisiert. Dabei tauschen sich die Lernenden zunächst über den Sinn und Zweck von Regeln aus und erstellen eine Checkliste zum Überprüfen und Verfassen guter Regeln. Anschließend korrigieren und ergänzen sie bestehende Spielregeln, bevor sie selbst Regeln zu einem antiken Spiel erfinden, zu dem bis heute keine überlieferte Spielanleitung existiert. In drei speziellen Zusatzaufgaben werden zudem die Aspekte Illustration von Texten, Gebrauch von Aktiv und Passiv sowie die Satzfeldtheorie behandelt.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Klasse: 6/7
  • Dauer: 8 Stunden
  • Kompetenzen:
    • Standards für verständlich formulierte Spielregeln untersuchen, überprüfen und anwenden
    • die Verwendung von Illustrationen in ihrer funktionalen Sinnhaftigkeit untersuchen, prüfen und anwenden
    • Spiele und Spielideen aus der Antike kennenlernen und als Teil der Kulturgeschichte verstehen und einordnen
Schreibaufträge und Schreibübungen im Deutschunterricht haben oft etwas Künstliches und „Weltfernes“ an sich. Begründet wird die Gestaltung der Übungsblätter oft mit der Konzentration auf bestimmte Probleme der Grammatik, die durch Wiederholung und einen hohen Grad an Abstraktion besser geübt werden können. Unbestritten ist aber, dass auch über das Verfassen von konkreten und lebensnahen Texten sprachliche und grammatikalische Fertigkeiten geübt werden können. Der vorliegende Beitrag geht diesen Weg, er thematisiert Aufbau und sprachliche Gestaltung von Regeln zu antiken Spielen. Im Sinne eines integrativen Deutschunterrichts werden in der Einheit die unterschiedlichsten Arbeitsbereiche des Faches bedacht. Drei spezielle Zusatzaufgaben erweitern die Übungen zum Bereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“. Folgende Aspekte werden in den Zusatzaufgaben thematisiert:
  • die Illustration von Texten;
  • spezifische sprachliche (Gebrauch von Passiv und Aktiv) und grafische (Anordnung von Text und Bild) Gestaltungsmöglichkeiten von Spielregeln;
  • die Satzfeldtheorie.

Der Beitrag teilt sich in fünf Abschnitte:

Im ersten Teil erfolgt ein Erfahrungsaustausch über den Umgang mit Regeln. Erwartungen an gute Regeln werden formuliert (= Stunde 1 der ersten Doppelstunde).

In einem zweiten Teil wird über die Analyse eines Schreibschule-Angebots eine Checkliste zum Überprüfen und Verfassen von guten Regeln erstellt, die dann an einem Spiel aus der Antike überprüft werden (= Stunde 2 der ersten Doppelstunde).

Im dritten Teil werden dann Spielregeln zu vier weiteren Spielen überprüft, korrigiert, variiert und ergänzt (= Stunden 3 bis 6 als zwei Doppelstunden). Dazu werden in der Klasse vier Gruppen gebildet, wobei jede Gruppe ein Spiel bearbeitet. Zur Durchführung und Auswertung der Gruppenarbeit werden neben den Kopien der Arbeitsblätter zusätzlich benötigt:
  • Material für die Plakatgestaltung als Ergebnis der Gruppenarbeit: Tonpapier, Karton, Schere, Klebstift usw.
  • Material für die Auswertung: pro Schülerin und Schüler jeweils vier rote Punkte für die Punktabfrage sowie ein bis vier Karten mit Fragezeichensymbol (Karten selbstklebend oder inkl. Pinnnadeln).

Im vierten Teil steht die Erfindung und anschließende Ausformulierung von Regeln im Mittelpunkt. In Augusta Raurica (Kaiseraugst) bei Basel wurde vor einigen Jahren ein steinerner Spielplan gefunden, zu dem bis heute keine Regeln aus der Antike gefunden wurden. Die Schülerinnen und Schüler sollen hierzu Regeln kreieren und ausformulieren. Die sechs Spielfelder und Regelentwürfe zu den fünf bzw. sechs Spielen eröffnen Kooperationsmöglichkeiten mit dem Fach Geschichte, das in vielen Schularten und Bundesländern in Klasse 6 (hier mit dem Schwerpunkt auf der Antike) unterrichtet wird (Stunden 7 und 8).

Zum Abschluss, in einem fünften Teil, kann geprüft werden, ob ein Spieleabend veranstaltet werden soll. Dieser kann auch in Kooperation mit dem Fach Geschichte durchgeführt werden, das z. B. Einleitungen in die jeweilige antike Kultur, aus der das Spiel stammt, beisteuert oder den Spieleabend mit Modellbauten illustriert.

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Material-Nr.: 56191

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