Was Eulengewölle verraten

Wir erforschen unsere Natur

Blick ins Material

Was Eulengewölle verraten

Wir erforschen unsere Natur

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
20 Seiten (1,5 MB)
Verlag:
RAABE
Auflage:
(2006)
Fächer:
Biologie
Klassen:
6
Schultyp:
Gymnasium

Gewölle von Schleiereulen findet man meist in größeren Mengen an Tageseinständen und Brutplätzen der Vögel, auf Böden und im Gebälk zugänglicher Kirchtürme, auf Kirchenspeichern und auf Scheunenböden. Dort sind sie vor Witterungseinflüssen geschützt, abgetrocknet und gut erhalten und daher für eine Bestimmung des Inhalts bestens geeignet.

Da Schleiereulen aber unter Naturschutz stehen, dürfen ihre Brutplätze nur von Personen aufgesucht werden, die eine Genehmigung der Oberen Naturschutz-behörde besitzen.

Über diesen Personenkreis, in der Regel Mitglieder von Naturschutzverbänden, kann man zu Gewöllen von Schleiereulen kommen.

Nicht so leicht zu finden sind Speiballen der Waldohreule. Ihre Gewölle muss man unter Wald. Und Parkbäumen suchen, auf denen sich die Vögel tagsüber aufhalten. Da Waldohreulengewölle im Freien allen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, können sie innerhalb weniger Tagez erfallen. Außerdem enthalten sie nur selten Überreste von Spitzmäusen.

Den Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe sind die wichtigsten Gebisstypen größerer Säugetiere bekannt.

Ein erlebnisbetonter Einstieg wäre das Aufsuchen von Eulengewöllen auf einem Turm.

Grundsätzlich könne nim Umgang mit Eulengewöllen bei empfindlichen Schülerinnen und Schülern Ekelgefühle auftreten. Deshalb sollte die Lehrperson niemanden zwingen, mit Gewöllen zu hantieren.

Zum Anfassen sind aus hygienischen Gründen immer Gummihandschuhe zu tragen.

Die Unterrichtseinheit beginnt mit dem Arbeitsblatt M1 über die Schleiereule und die Farbfolie M2. Daran schließt sich das Material M3 an, anhand dessen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Waldohreule beschäftigen.

Anschließend zeigt zunächst die Lehrkraft oder ein vorher eingewiesener Lernender ein Gewöll vor und zerlegt es grob.

Mit dieser Demonstration beginnt die praktische Arbeit:

Die Schülerinnen und Schüler nehmen anhand des Arbeitsblattes M4 die Zerlegung der Gewölle mit Pinzette und Präpariernadel vor.

Dabei werden die von Haaren gereinigten Fundstücke zunächst nur arufgereiht. Anschließend erfolgen im Rahmen von M5.M7 genauere Untersuchungen zu den in den Gewöllen enthaltenen Schädeln, Gebissen und Knochen.

Alle bis hierhin erwähnten Vorarbeiten dienen zur Beantwortung der Leitfrage der Unterrichtseinheit (“Was sagen Schädelfunde in Gewöllen aus?”).

Die ermittelten Ergebnisse werden nach Eulenarten getrennt in Balkendiagrammen zusammengestellt. Anhand des Rätsels M9 überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen.

  • Niveau: Sekundarstufe I (Klasse 6)
  • Dauer: 6 Unterrichtsstunden
  • Ziele: Die Schülerinnen und Schüler …
    • können Körperbau und Lebensweise von Schleiereule und Waldohreule beschreiben;
    • sind in der Lage, mögliche Fundorte von Eulengewöllen zu benennen, Eulengewölle zu erkennen und zu zerlegen;
    • verstehen es, die in den Gewöllen gefundenen Schädelreste bestimmten Tierfamilien zuzuordnen;
    • können typische Merkmale von Nagetier- und Insektenfresserschädeln angeben;
    • lernen, aufgrund der Gewöllinhalte das Beutespektrum von Schleiereule und Waldohreule zu bestimmen;
    • können die wichtigsten Unterrichtsergebnisse als Balkendiagramm darstellen;
    • üben, mit Pinzette, Präpariernadel und Handlupe zu arbeiten.

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Material-Nr.: 52196

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