Zum Kreuzzug nur für das Seelenheil?

Dunkle Flecken in der Kirchengeschichte: Die Kreuzzüge

Blick ins Material

Zum Kreuzzug nur für das Seelenheil?

Dunkle Flecken in der Kirchengeschichte: Die Kreuzzüge

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
37 Seiten (0,8 MB)
Verlag:
Mediengruppe Oberfranken
Auflage:
(2007)
Fächer:
Religion, Geschichte
Klassen:
5-10
Schultyp:
Gymnasium, Gesamtschule, Realschule

Durch den Irakkrieg hat das Thema eine beklemmende Aktualität gewonnen. Wird doch vor allem von amerikanischen Politikern der Krieg gegen islamistische Terroristen gern als „Kreuzzug“ (engl.: crusade) bezeichnet. Auch der gegen den Westen gerichtete Dschihad wird von manchen Islamisten als eine Art „Kreuzzug“ betrachtet.

Alternative: Der historische Ansatz könnte mit der klassischen „Lu-therfrage“ beginnen („Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“) und die Ängste der Menschen um ihr Seelenheil thematisieren.

Erarbeitung:

Kreuzritter sehen sich als Pilger: Der Vergleich mit heutigen Wallfahrtsorten bietet sich an.

Papst Urban II. ruft zum Kreuzzug auf: Die unterschiedliche Motivation soll herausgearbeitet werden: Rettung der Seele und „Beschäftigung“ für die Ritterschaft.

Die Kreuzfahrer wüten auch in Deutschland: Die Ambivalenz muss deutlich werden: Einsatz für ein (erstrebenswertes?) religiöses Ziel einerseits – Ausbruch von hasserfüllter Gewalt andererseits.

Bibel und Gewalt – Jesus vertritt eine klare Meinung: Dass Kreuzzüge und Kreuzzugsmentalität nicht notwendigerweise zum christlichen Glauben gehören, sollte hier verdeutlicht werden.

Einstellungen zur Gewalt ändern sich … Bei der Suche nach den Ursachen für die Veränderung kann man die Schüler darauf aufmerksam machen, dass auch die Rolle der Religion/Kirche in der Gesellschaft sich im Laufe der Jahrhunderte geändert hat.

Töten – Sünde oder „gutes Werk“? Dieses Arbeitsblatt soll noch einmal die religiösen Vorstellungen verdeutlichen, die die Menschen im Mittelalter – und auch noch danach – bewegten.

Franziskus von Assisi will den Kreuzzug friedlich beenden: Hier wird die Diskussion weitergetrieben: über die Frage der Gewalt hinaus zu der Frage, wie man mit fremden Überzeugungen generell umgehen sollte.

Weiterführung und Transfer:

Mea Culpa – Der Papst bittet im Namen der Kirche um Vergebung: Dieses Arbeitsblatt zeigt, dass es auch in den Kirchen eine kritische Distanz zur eigenen Geschichte geben kann.

Alternative: Die Kreuzzüge in der Literatur: Einige Lieder aus der Kreuzzugszeit sind überliefert. Bert Brecht bietet mit seinem Titel „Kinderkreuzzug“ eine moderne Verarbeitung dieses Themas. Der Text ist zu ?nden in den „Kalendergeschichten“.

Die Aufarbeitung der Kreuzzüge in der Literatur zeigt, dass diese historische Epoche für das europäische Bewusstsein („kulturelles Gedächtnis“) ziemlich wichtig war. Der Umgang mit diesem Kapitel unserer Geschichte macht auch einen Teil unseres Selbstverständnisses deutlich.

Lernziele:

Die Schüler sollen
  • die religiösen Voraussetzungen für den ersten Kreuzzug erläutern
  • die spezifischen Erlösungsängste und -hoffnungen in der Zeit der Kreuzzüge darstellen
  • erläutern, wie sich die Beurteilung der Gewalt gegen andere Menschen im Laufe der Jahrhunderte geändert hat
  • christliche Einwände gegen die Gewaltanwendung darstellen
  • literarische Bearbeitungen des Themas erläutern.

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Material-Nr.: 51358

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