Neid hat viele Gesichter - vom Miteinander

Kreative Ideenbörse Ethik in der Sekundarstufe I

Blick ins Material

Neid hat viele Gesichter - vom Miteinander

Kreative Ideenbörse Ethik in der Sekundarstufe I

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
20 Seiten (1,0 MB)
Verlag:
Mediengruppe Oberfranken
Auflage:
(2010)
Fächer:
Ethik
Klassen:
5-10
Schultyp:
Gymnasium, Gesamtschule, Hauptschule, Realschule

Kreative Ideen und Konzepte inkl. fertig ausgearbeiteter Materialien und Kopiervorlagen für einen lehrplangemäßen und innovativen Unterricht.

Lernziele: Die Schüler sollen
  • sich darüber bewusst werden, dass Neid ein negativ bewertetes, aber ein natürliches, menschliches und elementares Gefühl ist, das jeder von uns kennt: sowohl als Neider als auch als Neiderreger,
  • nachvollziehen, dass dieses Gefühl – in der schlechteren Position zu sein – oft zur Leugnung und damit zu Abwehrstrategien (Entwertung, Ignoranz, Aggression, …) führt,
  • dazu ermutigt werden, Neidgefühle selbstkritisch wahrnehmen zu lernen und in konstruktiver Weise damit umzugehen (realistischere Selbsteinschätzung und konstruktives Rivalisieren),
  • anhand von Fallbeispielen Möglichkeiten für einen positiven (ehrgeizig-stimulierenden, empört-rechtenden) Umgang mit Neid entwickeln.
Didaktisch-methodischer Ablauf:
  • 1. und 2. Stunde: Neid – ein ganz natürliches Gefühl: Ein Bild lädt zum Einfühlen in die Personen ein. Das Stichwort „Neid“ wird aufgegriffen und es werden damit zusammenhängende Gefühle und Gedanken ausgetauscht. Nach dem Lesen der Texte/De?nitionen wird das Neidgefühl anhand verschiedener handlungs- und produktionsorientierter Aufgaben von verschiedenen Seiten her beleuchtet. Das Arbeiten in Zweierteams oder Gruppen bietet sich für die verschiedenen Darstellungsformen (Neid tanzen, zeichnen, singen, ...) sowie für die Recherche bei den Aufgaben zur Wahl an (Neid in der Kunst, in Filmen und Serien, ...).
  • 3. Stunde: Auf der Suche nach dem eigenen Neid: Aufbauend auf den vorangegangenen Stunden geht es nun darum, Neid nicht nur bei anderen, sondern auch bei sich zu erkennen – das Zitat bietet sich somit als stummer Impuls (an der Tafel notiert) an. In Einzelarbeit kreuzen die Schüler dann an (und/oder ergänzen), in welchen Situationen sie bereits Neid empfunden haben. Über die Ergebnisse und näheren Details können sich die Schüler – wenn gewünscht – mit Schülern ihres Vertrauens austauschen. Abschließend sollen die Schüler in Diskussionen heraus?nden, ob es Faktoren gibt, die unsere Neidgefühle auslösen / verstärken / mindern, ... Anhand der Texte werden die Ergebnisse verglichen.
  • 4. Stunde: Neid hat viele Gesichter: Das Foto dient als Impuls für erste Äußerungen, die vielleicht schon in Richtung „Neidabwehr“ gehen. Sechs Äußerungen werden dann an sechs Gruppen verteilt mit der Aufgabe, die Äußerungen zu beschreiben, zu bewerten und den anderen vorzustellen. Gemeinsam erfolgt die Zuordnung zu den Abwehrstrategien. Mit Berichten über eigene Beobachtungen und Erfahrungen bezüglich „Abwehr von Neid“ endet die Stunde, wobei ein Ausblick in Richtung „offener und ehrlicher Umgang mit eigenen Neidgefühlen“ an dieser Stelle angedacht werden könnte.
  • 5. Stunde: Der Neid der anderen: Nun liegt der Blickwinkel auf dem Neiderreger. Wie geht es demjenigen, der Neid bei anderen auslöst? Welche typischen (menschlichen) Reaktionen sind häu?g zu beobachten? Die Schüler äußern sich dazu, bilden fünf Gruppen und erhalten je einen Text mit einer Situation, in der ein Neiderreger beschrieben wird. Aufgabe ist es, sich in diese Person hineinzuversetzen, die Reaktion auf den Neid der anderen zu beschreiben und zu beurteilen. Die Ergebnisse werden den anderen vorgestellt und gemeinsam kritisch re?ektiert. Als freiwillige (Zusatz-)Aufgaben bieten sich die Aufgaben zur Wahl an – hier geht es um eine Stellungnahme zur Neidvermeidung bei den alten Griechen (Scherbengericht) sowie beim !Kung-Stamm in Südafrika.
  • 6. Stunde: Neidbewältigung: Neid ist natürlich, menschlich, ein elementares Gefühl. Doch Neid entsteht durch Unterlegenheitsgefühle und deshalb wird oft versucht, ihn zu leugnen, vor sich selbst und vor anderen. Abwertung und Aggression sind die Folge, die wiederum den Neiderreger belasten und das Verhältnis zwischen Neider und Neiderreger beinträchtigen.
  • 7. Stunde: Neidsituationen: Zu zweit oder in Gruppen bereiten sich die Schüler auf ei-nen Fall vor (die Kärtchen werden verteilt): Aufgabe ist es, sich in die beschriebene Situation des Neidenden hineinzuversetzen und Möglichkeiten zu entwickeln, produktiv und fair mit Neidgefühlen umzugehen. Diese sollen dann in Form von Rollenspielen, Fotostorys, Dialogen etc. vorgestellt und gemeinsam re?ektiert werden. Ergänzend können auch weitere Fälle (von Schülern notiert) besprochen werden.
  • 8. Stunde: Dichter und Denker über Neid: Zum Abschluss des Themas bietet sich die Auseinandersetzung mit philosophischen Texten/Sentenzen an. Diese können – vergrößert kopiert – auf Gruppentischen bereitgestellt und zunächst im Rundgang gesichtet werden. Als Aufgaben sind denkbar:
    • Sentenz auswählen und
      • mit dem Nachbarn darüber diskutieren;
      • einen ?ktiven Brief an den Autor schreiben;
      • passende Geschichten er?nden;
      • auf eine Karte notieren und illustrieren;
      • eine Szene dazu schreiben und spielen;
      • Fotos dazu anfertigen.

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Material-Nr.: 51317

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