Geboren in Armut? - Kinderarmut in Deutschland

Kreative Ideenbörse Ethik in der Sekundarstufe I

Blick ins Material

Geboren in Armut? - Kinderarmut in Deutschland

Kreative Ideenbörse Ethik in der Sekundarstufe I

Typ:
Unterrichtseinheit
Umfang:
39 Seiten (0,9 MB)
Verlag:
Mediengruppe Oberfranken
Auflage:
(2007)
Fächer:
Ethik
Klassen:
5-10
Schultyp:
Gymnasium
Die Schüler sollen
  • sich über den Begriff Armut klar werden und unterschiedliche Dimensionen von Armut unterscheiden lernen,
  • Verständnis davon entwickeln, dass Armut eine gesellschaftliche Realität ist und nicht nur in Afrika vorkommt,
  • erkennen, welche Bedingungen zu Armut führen und wie diese bekämpft werden können
  • erkennen, welche gesellschaftlichen Folgen verbreitete Armut von Kinder und Jugendlichen hat,
  • ein Beispiel für ein klassisches Wertedilemma kennenlernen, dieses in eine Lösung transformieren und schließlich auf andere Situationen anwenden können.
Stundenverlauf:
  • 1. und 2. Stunde: Armut – Begriffsklärung: Als Einstieg in die Unterrichtseinheit sollten freie Assoziationen zum Begriff „Armut“ (Tafel) gesammelt werden. Mit den folgenden Arbeitsblättern soll der Armutsbegriff differenziert werden. Es besteht die Möglichkeit, das Übersichtsblatt zu verwenden oder die unterschiedlichen Armutsbegriffe in vier Gruppen erarbeiten zu lassen. Das Übersichtsblatt kann dann zur Ergebnissicherung dienen. Es ist von der ersten Stunde an von Bedeutung, dass die persönlichen Beziehungen der Schüler zum Thema berücksichtigt werden. Betroffensein und Betroffenheit sollten so früh wie möglich aufgegriffen werden. Gefühle wie Scham oder Pein können auftreten. Soziale Diskriminierung muss frühzeitig unterbunden werden. Nur dadurch kann für alle ein positives Lernklima entstehen.
  • 3. Stunde: Armut in Deutschland: Zunächst geht es um die Relationen der Begriffe „absolute Armut“ und „Armut in Deutschland“. Danach soll verdeutlicht werden, welche Gruppen in Deutschland am stärksten von Armut betroffen sind.
  • 4. Stunde: Menschen in Not – staatliche Reaktionen auf Armut: Ausgehend vom Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes soll hier anhand des ALG II verdeutlicht werden, wie der Staat auf Armut reagiert. Die Schüler können nun selbsttätig ihre eigenen Lebenshaltungskosten mit denen der staatlichen Leistungen vergleichen. Hier emp?ehlt sich eine Gruppenarbeit.
  • 5. Stunde: Ausgrenzung durch Armut: Es wird die erste Konsequenz von Armut verdeutlicht. Die Karikaturen zeigen, dass eine Teilnahme am kulturellen Leben mit den staatlichen Leistungen kaum mehr möglich ist. Die Schüler sollen weitere Beispiele für soziale Ausgrenzung suchen. Bei der Analyse der Karikaturen sollten die Schüler ausreichend Zeit erhalten. Armut muss multidimensional verstanden werden: Viele Faktoren, die sich gegenseitig bedingen, können zu Armut führen. Ein „Teufelskreislauf“ kann dieses veranschaulichen.
  • 6. Stunde: Armut in Deutschland – ein Kinderproblem: Hier wird auf die Lebenswelt der Schüler abgezielt: Sie kennen Aussagen von ihren Eltern wie „das ist zu teuer“ oder „das können wir uns nicht leisten“.
  • 7. Stunde: Bekämpfung von Kinderarmut oder letztes Auffangbecken für verlorene Kinder? Am konkreten Beispiel können zwei Dinge verdeutlicht werden: 1. das Schicksal einer zwölfjährigen Schülerin und ihrer Familie. – 2. das Engagement einer Einrichtung und ihrer Mitarbeiter im Kampf gegen Armut.
  • 8. Stunde: Folgen von Kinderarmut I: Mangelhafte Bildungschancen: Seit Pisa ist bekannt, dass Kinder aus ärmeren Familien in ihren Bildungskarrieren benachteiligt sind. Den Schülern soll in erster Linie vermittelt werden, dass schon in der frühen Kindheit der Grundstock für Bildung gelegt wird. Der richtige Umgang mit Armut ist hier von besonderer Bedeutung.
  • 9. Stunde: Folgen von Kinderarmut II: Jugendkriminalität und Gewalt: In dieser Stunde wird mit Jugendkriminalität und Gewalt ein weiteres schülernahes Thema behandelt. Es ist zu berücksichtigen, dass Schüler hierbei eigene Erfahrungen als Täter oder Opfer gesammelt haben könnten.
  • 10. und 11. Stunde: Vorbereitung des Rollenspiels: Es folgt ein Rollenspiel / Entscheidungsspiel zu dem Thema „Unterstützende Leistungen für Jugendliche/Einführung einer Freizeitcard“. Das Thema Armut wird dadurch auf die Alltagsebene der Schüler zurückgeführt. Der ?ktive Zeitungsartikel von M9a kann als Einstieg dienen. Die Klasse wird in sechs Arbeitsgruppen geteilt, die ihr Material möglichst selbstständig bearbeiten.
  • 12. Stunde: Durchführung des Rollenspiels: Während der Durchführung des Rollenspiels sollte die Lehrkraft nicht intervenieren.
  • 13. Stunde: Auswertung des Rollenspiels: Bei der Auswertung des Rollenspiels ist darauf zu achten, dass zunächst eine Rollendistanzierung der teilnehmenden Schüler statt?ndet („Wie hast du dich gefühlt“?, „War es komisch, eine dir fremde Position zu vertreten?“). Die Auswertung sollte sich anfänglich am Beobachtungsbogen orientieren.

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