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Facharbeiten und schriftliche Hausarbeiten im Fach Deutsch

Kreative Ideenbörse Deutsch in der Sekundarstufe II

Blick ins Material

Facharbeiten und schriftliche Hausarbeiten im Fach Deutsch

Kreative Ideenbörse Deutsch in der Sekundarstufe II

Typ:
Unterrichtseinheit / Ratgeber
Umfang:
46 Seiten (0,2 MB)
Verlag:
Mediengruppe Oberfranken
Auflage:
(2003)
Fächer:
Deutsch
Klassen:
11-13
Schultyp:
Gymnasium

In den letzten Jahren ist es üblich geworden, von den Schülern der gymnasialen Kursstufe die Anfertigung einer so genannten Facharbeit zu verlangen. Dies geschieht im Rahmen der wissenschaftspropädeutischen Ausrichtung der Oberstufe und dient so der Vorbereitung auf die Arbeitsweise von (Fach-)Hochschule bzw. Universität. Die Facharbeit – im Normalfall wohl als Einzelarbeit mit einem Umfang von etwa 15 Seiten konzipiert – hilft also, die Studierfähigkeit der Schüler zu sichern, indem sie auf der Grundlage des selbstständigen und selbstverantwortlichen Lernens exemplarisch in wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen einführt und durch die längerfristige systematische Beschäftigung mit einem Thema Einblicke in die Komplexität eines Fachgebietes mit seinen Inhalten, Theorien, Modellen und Methoden gewährt. Am Ende liegt eine schriftliche Ausarbeitung von begrenztem Umfang vor, deren Resultate von den Schülern in der Regel in der Form einer – wenn möglich – multimedial unterstützten Präsentation – auch schlichter Referat genannt – der gesamten Lerngruppe vorgestellt werden. Gegebenenfalls wird man auch erwägen, die Ergebnisse des wissenschaftlichen Arbeitens in einem Kolloquium zu überprüfen und zu reflektieren.

Aufgrund des Anforderungsniveaus wird eine solche Facharbeit sinnvoller Weise in den Unterricht eines Leistungsfaches integriert. Das heißt, die Kursleiterin bzw. der Kursleiter vergibt die einzelnen zu bearbeitenden Themen, begleitet und betreut die entsprechenden Erarbeitungsphasen und benotet die erbrachten Leistungen. Dies alles geschieht natürlich – so weit vorhanden – auf der Grundlage der rechtlichen Bestimmungen, die von den jeweiligen Kultusministerien der Bundesländer erlassen worden sind und die von den einzelnen Schulen entsprechend durch Regelungen in den Gesamt- und/oder Fachkonferenzen umgesetzt werden müssen. Da diese von Bundesland zu Bundesland variieren und einer ständigen, mehr oder minder sinnvollen Weiterentwicklung und Veränderung unterliegen, stellen diese Ausführungen den Versuch dar, ein allgemeines Profil zur Facharbeit zu entwickeln, das letztlich als Leitlinie für die Anfertigung einer jeden umfangreicheren schriftlichen Hausarbeit gelten kann. Wie der zeitliche Rahmen für die Anfertigung der Facharbeit aussehen könnte, das wird gleich zu Beginn der folgenden an der Praxis orientierten Ausführungen vorgestellt, die eigentlich keine Unterrichtseinheit im gewohnten Sinne darstellen, die sich aber dennoch weitgehend an dem üblichen Schema dieses Unterrichtswerkes orientieren wollen.

Die Profilbeschreibung einer Facharbeit ist immer ein gewagtes Unterfangen, dies auch insofern, als dazu – notwendigerweise – auf gewisse wissenschaftliche Standards rekurriert werden muss, die der einen oder dem anderen Lehrenden weniger vertraut sind oder die der einen oder dem anderen Lehrenden auch weniger adäquat erscheinen. Die hier getroffenen Entscheidungen für bestimmte Verfahren bzw. Ausdrucksformen fachwissenschaftlichen, hier literaturwissenschaftlichen Arbeitens wie Gliederung, Zitation und Literaturverzeichnis, sind dem Prinzip der Einfachheit geschuldet, sie haben sich allesamt in der praktischen Umsetzung auch bewährt. Mitunter empfinden sowohl Unterrichtende als auch Lernende klare formale Vorgaben als Gängelung. Im Hinblick auf die inhaltliche Komplexität, mit der sich die Schüler bei der Bewältigung eines Facharbeitsthemas konfrontiert sehen, sowie im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der verschiedenen Arbeiten scheinen verbindliche Regeln zur äußeren Gestaltung und zur wissenschaftlichen Form mit möglichst schulinterner und also fächerübergreifender Gültigkeit mehr als ratsam, da Freiräume an dieser Stelle – im günstigsten Fall – zu hilfloser Kreativität, in der Regel aber zu belastender und hemmender Ratlosigkeit führen. Letztlich gilt in diesem Kontext der Satz: Strenge formale Vorgaben engen nicht ein, sondern sie entlasten.

Überhaupt ist zu bedenken, dass die Facharbeiten von Schülern angefertigt werden und eben nicht von (versierten) Studentinnen oder Studenten. Man wird dies schon bei der Themenwahl, aber auch bei der Bewertung der erbrachten Leistungen im Auge haben müssen.

Die Auswahl der Themen wird sich sehr individuell gestalten. Wenn man allerdings verhindern will, dass die Schüler sich ausschließlich bereits zugängliche Sekundärliteratur aneignen und so die Facharbeit zur Sammlung von – hoffentlich entsprechend gekennzeichneten – Zitaten verkommt, weil die Schüler selbst keine eigenständigen Überlegungen mehr anstellen, kann man im Leistungskurs Deutsch – bei entsprechender Kursplanung – auf die jüngere oder gar jüngste Gegenwartsliteratur ausweichen. Allerdings sollte schon sichergestellt sein, dass überhaupt Materialien zum zu bearbeitenden literarischen Text, der übrigens auch einen nicht zu großen Umfang haben sollte, zur Verfügung stehen und auch ohne größere Anstrengungen zugänglich sind. Die Bewertung der Facharbeit, die in der Regel in einem Gutachten zu erläutern und zu dokumentieren sein wird, kann mithilfe von Textbausteinen oder auf der Basis eines standardisierten Verfahrens erfolgen. Näheres dazu wird am Ende dieser Profilbeschreibung einer Facharbeit vorgestellt.

Es bedarf insgesamt der tatkräftigen Unterstützung der Schüler bei der Bewältigung ihrer Aufgabe, eine Facharbeit anzufertigen. So kann es notwendig sein, den Schülern insbesondere bei der Materialbeschaffung, beispielsweise durch Bibliotheksbesuche und durch das Anleiten entsprechender Internetrecherchen, organisatorische Hilfe zu leisten. Nach den Gegebenheiten der Schule sowie nach den Vorkenntnissen und Möglichkeiten der Schüler wird sich die Einübung der handwerklichen, also maschinenschriftlichen Gestaltung der Facharbeit richten müssen. Diese wird heute gewiss mit einem computer- gestützten Textverarbeitungsprogramm wie etwa dem weit verbreiteten Microsoft Word erfolgen. In diesem Kontext könnte sich die Arbeitsform einer AG anbieten, in der eventuell auch besonders geübte Lernende ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Hilfestellung leisten.

Lernziele:
  • Die Schüler werden mit den “Spielregeln” des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht.
  • Sie erhalten unterstützende Anregungen zur selbstständigen Planung und Durchführung eines “Forschungsprojektes”, wie es eine Facharbeit darstellt.
  • Sie bekommen detaillierte Anweisungen zur Gestaltung einer umfangreichen schriftlichen Ausarbeitung, die gängigen wissenschaftlichen Standards genügt. Sie werden insbesondere im formal korrekten Umgang mit Sekundärliteratur geschult und erlernen das Erstellen eines Literaturverzeichnisses.

Praxisnähe, moderne Unterrichtsgestaltung und kurze Vorbereitungszeit sind die Grundpfeiler dieses Werkes.

Die einzelnen Unterrichtsschritte im Überblick:
  • 1. Schritt: Der zeitliche Ablauf der Anfertigung einer Facharbeit
  • 2. Schritt: Formale Vorgaben und der Aufbau einer Facharbeit
  • 3. Schritt: Hinweise zum Zitieren und zur Anlage eines Literaturverzeichnisses
  • 4. Schritt: Eine praktische Übung: Wer ist Tanja Dückers?
  • 5. Schritt: Kriterien zur Bewertung einer Facharbeit

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(Nr. 16683)

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