Propaganda als Mittel des Krieges: Schreckensbilder von Luftangriffen auf die eigenen Städte kommen in den Filmen der deutschen und britischen Berichterstatter kaum vor. Im Vordergrund steht die Verbreitung von Zuversicht bei den ausgebombten Menschen und die moralische Rechtfertigung für die Bombardierung ziviler Ziele des Gegners. Ein amerikanischer Filmbericht dagegen zeigt das Ausmaß der Zerstörungen in England, um die Bevölkerung für ein Eingreifen der USA zu gewinnen. Die Berichte werden medienkritisch kommentiert.
Sachgebiete:
- Medienpädagogik -> Grundlagen -> Medien im gesellschaftlichen System
- Geschichte -> Epochen -> Neuere Geschichte -> Zweiter Weltkrieg
Schlagworte:
Zweiter Weltkrieg; Propaganda; Wochenschau; Großbritannien; Japan; USA (Außenpolitik); Dresden; Hiroshima; Drittes Reich (1933-45); Kernwaffen; Coventry; Vernichtungskrieg; Luftangriff; Atombombe; Bombenkrieg; Bombenopfer
Vorkenntnisse:
Bombardierung von Guernica im Spanischen Bürgerkrieg und Überblick über den Verlauf des Zweiten Weltkriegs.
Lernziele:
Den Bombenkrieg des Zweiten Weltkrieges als Wendepunkt in der bisherigen Kriegführung erkennen. Nicht mehr nur gegnerische Truppen oder kriegswichtige Anlagen, sondern die Demoralisierung und Vernichtung der Zivilbevölkerung bilden das Ziel der Flächenbombardements. Erkennen, dass Krieg damit eine besonders inhumane Form erreicht hat. Die Steigerung der Grausamkeit durch den Abwurf der beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki als völlig neue Dimension der Kriegführung begreifen. Angesichts der Leiden der Bombenopfer Empathie mit den Betroffenen empfinden und den Krieg als Mittel der Politik verurteilen. Durch Vergleich der Wochenschauen und Spielfilme Bedeutung und Problematik des medialen Propagandakriegs in Großbritannien, den USA und Deutschland erarbeiten.
FSK/USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Adressatenempfehlung: Allgemeinbildende Schule (8-13); Erwachsenenbildung
Sprache: Deutsch
Unterrichtlizenz: 50 Euro
DVD-Video, 19 min f, 2008/2001