Im Mittelpunkt der Edition stehen die Drude’schen Arbeiten zur Elektronentheorie der Metalle, die in den Jahren zwischen 1900 und 1905 veröffentlicht wurden.
Das von Paul Drude erarbeitete Modell des Elektronengases stellt den ersten und entscheidenden Schritt auf dem Weg zu unserer heutigen Vorstellung des Elektronengases in Metallen dar.
Das „Drude-Modell“ ist eine klassische Beschreibung des Ladungstransportes von Metallen, die später von H.A. Lorentz und vor allem A. Sommerfeld erweitert wurde. Es basiert auf der Annahme, dass sich die Elektronen wie ein Gas klassischer, nicht-wechselwirkender Teilchen verhalten, deren Bewegung durch Stöße mit dem Atomrümpfen gedämpft wird. Dieses einfache, klassische Modell des Elektronengases konnte erstaunlich gut die thermischen, elektrischen und optischen Eigenschaften der Metalle erklären. Wegen seiner Anschaulichkeit und Einfachheit ist es trotz aller Modifizierungen in seinen Grundzügen bis heute tragfähig geblieben und wird weiterhin erfolgreich zur Beschreibung der elektrischen und optischen Eigenschaften von Festkörpern, speziell von Metallen angewandt.