Wenn wir Zooaffen in Aktion beobachten, sind wir immer fasziniert und manchmal auch unangenehm berührt.
Was uns peinlich wäre, tun sie in aller Öffentlichkeit und ähneln uns dabei so sehr. Auch ihre sanften Gesten, leisen Bewegungen, ruhigen Blicke und fürsorglichen Regungen lassen uns alles andere als kalt.
Diese Vertrautheit inspirierte schon den schwedischen Naturforscher Carl von Linné im Zeitalter der Aufklärung zur biologischen Ahnenforschung. In seinem „Natursystem” ordnete er den Menschen als „Homo sapiens” neben Schimpanse und Orang-Utan unter dem Begriff „Herrentiere” (Primaten)
ein. Viele Zeitgenossen empfanden dies als ungeheuerliche Beleidigung. Eine ähnliche Empörung schlug ein Jahrhundert
später auch Charles Darwin entgegen.
Fußend auf seiner
berühmten allgemeinen Theorie zur Entstehung der Arten untersuchte er intensiv die Abstammung des Menschen und seine biologische Verwandtschaft zum Affen.
Seit Jane Goodall in den 60er-Jahren der „einfühlenden
Feldforschung” unter frei lebenden Menschenaffen ein wissenschaftliches
Fundament gab, haben wir viel dazugelernt. Und
auch die moderne Genforschung bestätigt Darwins Thesen.
Das Verhalten und die Intelligenz von Schimpanse und Co
werden heute intensiver denn je beobachtet.
Über den Stand der Wissenschaft berichten wir ebenso wie über die große biologische Vielfalt unter den Primaten.
Den Kids bringen wir Feuchtnasen und Hundsaffen nahe, den
Körperbau des Orang-Utan, die Kletterkünste der Klammeraffen, den Stammbaum der Menschenaffen. Der berühmteste Affe der Filmgeschichte wird vorgestellt, die Bedrohung der
Primatenlebensräume ist Thema und mit Dr. Barbara Fruth kommt eine erfahrene Urwaldforscherin persönlich zu Wort.
Begleiten Sie uns auf einen spannenden „Familienausflug”.